25 Jahre AustriAlpin

Das Stubaital, nur einige Kilometer südlich von Innsbruck. Tief eingeschnitten, umrahmt von hohen, schroffen Felsgipfeln, reihen sich kleine Örtchen aneinander. Begleitet werden sie dabei von der Ruetz, dem sprudelnden Gebirgsfluss und einer Straße, die weit ins Tal hineinführt. Bald schon rücken die ersten 3000er ins Blickfeld, gefolgt von den leuchtenden Gletschern der Stubaier Alpen.

Die erwähnte Straße führt dabei nicht nur durch idyllische Bergwelt, sondern auch durch die geschichtsträchtige Industrie des Stubaitals. Seit mehr als 500 Jahren ist hier nämlich neben Almwirtschaft und Tourismus auch die metallverarbeitende Industrie tonangebend. Schon damals gab es hier erste Schmieden. Etwa 200 Jahre dauerte es, bis der gute Ruf der hochwertigen Eisenwaren über die Grenzen hinausgelangte. Im Jahr 1897 wurde dann die Fachschule für Eisen- und Stahlbearbeitung in Fulpmes gegründet und noch immer wird im Stubaital Metallverarbeitung an der Fachschule gelehrt. Was das alles mit Bergsport zu tun hat? 1996 schlossen sich hier mehrere traditionelle, familiengeführte Handwerksbetriebe zusammen und gründeten in Fulpmes AUSTRIALPIN, einem der alpenweit bedeutendsten Produzenten von hochwertiger Ausrüstung für den Berg- und Flugsport sowie für die Arbeitssicherheit und den taktischen Bereich.

Es stecken also in den Karabinern, Eispickeln und Steigeisen von AUSTRIALPIN nicht nur 25 Jahre Erfahrung und Wissen, sondern gleich einige Jahrhunderte! Weltweite Bekanntheit erlangte der Name durch die Entwicklung der patentierten COBRA® Klickschnalle, der stärksten und sichersten Schnalle der Welt. High-End-Produkte aus einer der schönsten Urlaubsregionen. Moderne Technik trifft bei AUSTRIALPIN immer auch auf traditionelle Werte!

Ganz selbstverständlich bleibt demnach AUSTRIALPIN auch weiterhin seinem Standort treu. Lange Transportwege sollen so vermieden werden, Werte dagegen erhalten bleiben. So wurde erst kürzlich in das Firmengebäude investiert, die Produktionshalle umgebaut. Nun ist jeder verfügbare Fleck auf dem Hallendach mit Photovoltaikpaneelen bedeckt – AUSTRIALPIN erzeugt mit ihrer Hilfe fast ein Drittel des benötigten Stromverbrauchs selbst vor Ort. 

Heute arbeiten in Fulpmes mehr als 100 Menschen. Vom Design bis zur Produktion wird so der Fokus auch weiterhin auf höchste Qualität und echte Innovation gelegt. Und so verwundert es nicht, dass die Produkte aus dem Stubaital heute mittlerweile in 83 Ländern vertrieben werden und überall auf der Welt den Bergsport sicherer machen.

Clevere Produkte „made in Austria“!
Natürlich ist die Produktpalette von AUSTRIALPIN breit gefächert. Man wird kaum eine Bergsportart finden, in der die Produkte made in Austria nicht ihre Verwendung finden. Klettersteigsets, für die Freunde der Via Ferrata. Karabiner und Express-Sets für die Sport- und Alpinkletterer. Steigeisen und Eispickel für Hochtourenbergsteiger und Eiskletterer. Überall findet man AUSTRIALPIN. Neben der weltberühmten COBRA® Klickschnalle gibt es aber gleich drei besonders innovative Artikel, die hier nicht unerwähnt bleiben sollen.

K.ICE.R Eisgerät
Bissiger Freund für steiles Eis!

In peppigem Blau und Grün kommt der [kaizɐ], das Eisgerät für anspruchsvolle Mixed- und Eisrouten. Am Kopf des Eisgerätes können verschiedene Klingen wahlweise mit oder ohne Hammer montiert werden. Der Aluminiumschaft punktet durch ausgeklügelte Geometrie und dank verstellbaren Griffs auch durch optimale und vielseitige Greifmöglichkeiten. Der Clou: Je nach Anspruch und Steilheit der Route kann die Klinge in fünf verschiedenen Winkeln arretiert werden. Drei unterschiedliche, pulverbeschichtete Stahlhauen sind für den K.ICE.R zu haben. Eis-, Mixed- und Hohlhaue. Während Eis- und Mixedhaue selbsterklärend sind, ist die Hohlhaue erklärungswürdig. Ihre Form weist eine viel geringere Sprengwirkung als die anderen beiden Spitzklingen auf und ist somit ideal für Klettereien in fragilem Eis geeignet. Weiterer Vorteil: Dank der runden Form kann während des Eindrehens einer Eisschraube das Seil über die Haue gelegt werden, um eine passive Sicherung zu ermöglichen. Am Griff sorgt zudem ein breiter Teller für eine hilfreiche Auflagefläche für Handballen und kleinen Finger. Eisklettern wird so sicherer und kraftsparender. Eine 620 Gramm leichte Innovation und ein echtes Highlight aus dem Hause AUSTRIALPIN.

Gold Fish
Sich ganz einfach einen Goldfisch angeln!

GOLD FISH ist die noch robustere Variante des beliebten FISH Autotubers und macht dabei nicht nur seinem Namen in Sachen Farbe alle Ehre. Das kleine Helferlein ist gerade einmal 68 Gramm leicht und perfekt für Seildurchmesser von 8 bis 11 Millimeter geeignet. Wie es sich für einen Autotuber gehört: Im Falle eines Falles braucht man nur Folgendes tun – nichts! Er blockiert selbstständig und ohne zusätzliche Handkraft. Dank des eingebauten Ablasshebels kann die Ablassgeschwindigkeit spielend einfach dosiert werden. Egal ob Anfänger oder Profi: Wer mit einem Einfachseil klettert und ein sicheres und komfortables Gerät zu schätzen weiß, der wird den GOLD FISH nicht mehr hergeben wollen! Wichtig beim GOLD FISH ist aber auch der richtige Karabiner!

HMS Rondo slide-autolock
Der schnellste Karabinerverschluss der Welt!

Ein weiteres Highlight präsentiert Peter Manhartsberger, Produktmanager bei AUSTRIALPIN, in einem kleinen Video, in dem er einen Karabiner fast schneller als sein Schatten vom Gurt zieht. Den HMS RONDO Slide-Autolock. Der mit dem FISH im Set erhältliche, schwarze Karabiner ist harteloxiert, was ihm, aber auch dem Seil eine längere Lebensdauer verleiht. Ermöglicht wird das durch einen kleinen Messingslider, der den Karabiner beim Loslassen selbstständig verriegelt. Die zum Öffnen des Karabiners nötige Bewegung ist äußerst intuitiv und kann selbst von Kinderhänden einfach bewerkstelligt werden. Diese kleine Erfindung macht den 84 Gramm leichten Rondo Slide-Autolock nicht nur extrem schnell, sondern auch sehr sicher: Der etwas versenkt angebrachte Druckknopf wirkt versehentlichem Öffnen des Verschlusses effektiv entgegen!


Zeugungsschmerz
AUSTRIALPIN eröffnet im Karwendel Plaisirrouten für Anfänger und Fortgeschrittene

Eine sonnenzugewandte Platte. Kompakter Fels von bester Qualität. Eine ruhige und einsame Bergregion mitsamt einer grandiosen Aussicht. Was hat das mit Zeugungsschmerz und AUSTRIALPIN zu tun? Die Antwort liefern Peter Manhartsberger, Produktmanager bei AUSTRIALPIN und Marketing Manager Stephan Weckschmied. 

Die beiden Seilkameraden brauchten eine Menge Anläufe, um dieses Projekt umzusetzen, daher auch der doppeldeutige Name Zeugungsschmerz. Doppeldeutig, weil Peter kurz vorher zum zweiten Mal Vater wurde. Die Routen in dem zuvor noch unberührten Wandteil tragen deswegen Namen wie Schwere Geburt, X-, und Y-Chromosom. Gerade für Stephan war das Einbohren der Routen eine Premiere: „Es ist das erste Mal für mich gewesen, dass ich bei der Entstehung einer neuen Route dabei war. Die Felsqualität, das Wetter, das Ambiente, das Panorama war einfach unglaublich und es hat riesigen Spaß gemacht.“

Peter dagegen ist öfters mit dem Bohrhammer in steilem Fels unterwegs, bekam die Projektidee aber auch nicht mehr aus dem Kopf. „Die Wand ist mir bei der Erstbegehung der ‚Prime Time‘ in der Repswand aufgefallen. Es gab zwar Linien links und rechts in der Wand, aber der zentrale Bereich war noch unberührt.“ 

Grund genug für die beiden Kletterfreunde, ein weiteres AUSTRIALPIN-Kletterprojekt in die Realität umzusetzen. Die Routen bieten vor allem für Anfänger die perfekte Möglichkeit, sich erstmals in einer Mehrseillängenroute zu versuchen. Die Platten dürften schon früh im Jahr schneefrei sein – der Name der Bergflanke im Verbrennten ist hier durchaus sinnig. Allerdings besteht ein Kletterverbot vom 1.11. bis 15.5. aufgrund der Wildtierfütterung am Wandfuß. Hier passt das Gesamtkonzept: Schöne Touren, ein naturverträglicher Zustieg, landschaftlich tolles Ambiente, eine gute Absicherung und eine herausragende Felsqualität! Tipp: Die zweite Seillänge wartet mit einer leichten, aber grandiosen Wasserrille! 

Zustieg: In Scharnitz mit dem Rad etwa zehn Kilometer ins Hinterautal bis zur Höhe der Hubertus Jagdhütte. Hier stellt man das Rad ab, links oben ist dann schon die Plattenwand zu sehen. Auf dem Forstweg bis zu einer Lichtung, anschließend rechts auf einen Pfad. Nun entweder rechts übers beschädigte Fixseil oder besser geradeaus durch Latschen. (ca. 15 Min. ab dem Fahrraddepot.)

Autor: Benni Sauer

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