David gemeinsam mit Goliath

Ein Duell mit zwei Siegern.

Die aufmerksamen Leser unter euch werden sich an den Bericht aus der AiA-Sommerausgabe erinnern: Zwei Monate ist es nun her, dass wir uns gefragt haben: Ist es für einen 37-jährigen, berufstätigen Familienvater möglich, sich parallel zum Alltagsleben auf eines der größten Mountainbike-Etappenrennen der Welt vorzubereiten? Und kann man die sechs Etappen durch die französischen Hochalpen im Team, gemeinsam mit einem Profi-Mountainbiker und Weltcupsieger, überhaupt meistern?
Kurz gesagt lautet die Antwort: Ja, und zwar in einer Woche voller Mountain-
bike-Genuss. 

Lest aber selbst, was die beiden Protagonisten – Christian Wenzler und Profi Steffen Thum – erlebt haben und wo die Schwierigkeiten im Team lagen. Seht ihre schönsten Momente und auch die drei wichtigsten Tipps von Christian, wie man solch eine Aufgabe mit Bravour meistert und sich selbst ein kleines Lebensmonument setzen kann. 

Das Alps Epic zählt zu den sehr harten Bike-Etappenrennen, jedoch hebt sich das Event in der Alpenregion Hautes Alpes am Rande der Provence Cote d‘Azur stark von der Konkurrenz wie zum Beispiel einer Tour-Transalp ab. Neben den beeindruckenden, jedoch auch sehr harten Aufgaben auf dem Rad, versucht man hier den Sportlern eine erlebnisvolle Gesamtwoche zu übermitteln.

Im Zentrum steht natürlich das Rennen, bei welchem der Fokus auf einer flowigen Streckenroute mit möglichst wenig Asphalt- und Schotteranteilen liegt. Danach geht das Erlebnis Alps Epic tagtäglich aber weiter. Im „black-pack“-Buchungspaket gibt man sein Bike direkt im Ziel an den Mechaniker-Service ab. Dieser kümmert sich, wie bei einem Weltcup-Profi, um den Bikewash, und macht täglich auch einen kompletten Service der Rennmaschine. Währenddessen können die Sportler bereits am Zielbuffet auf die ersten warmen und kalten Speisen zugreifen, eine Massage genießen oder werden direkt vom Shuttle ins Hotel gebracht. Dort wartet dann bereits der Koffer im reservierten Hotelzimmer auf die Teilnehmer. Infos zum Tagesergebnis, Bilder oder auch das Streckenprofil der am Folgetag anstehenden Etappe werden einem über die AlpsEpic App direkt aufs Mobiltelefon gespielt.

Die Veranstalter versuchen also hier wirklich, dem Sportler ein angenehmes und vor allem stressfreies Raderlebnis zu ermöglichen. Unser Profi vom Team ROSE-Vaujany fueled by ultraSPORTS sagte im Ziel der 3. Etappe: „Ein Genuss dieses Rennen. Beim Weltcup trage ich meinen Koffer selbst auf das Hotelzimmer, hier wird einem sogar das abgenommen. Es ist großartig, wie man sich um einen kümmert. Die Organisatoren und der Streckenchef höchstpersönlich erwarten einen im Zielbereich. Trotzdem wird auf der Rennstrecke fair aber hart gefightet. 3.000 Höhenmeter über Alpen-Trails sind schließlich kein Sonntagnachmittags-Spaziergang. Für mich ist dies eine perfekte Symbiose aus ehrgeizigem, sportlichem Kampf und fürsorglichem Urlaubsgenuss.“

Auch der Amateur war begeistert. Von der Streckenwahl, aber auch vom Gesamt-
eindruck des Events: „Ich musste schon sehr hart kämpfen auf der Rennstrecke. Sieben Stunden lange Etappen, das ist nicht einfach. Doch es waren sieben Stunden, bei welchen ich oft auch euphorisch emotionale Momente erleben durfte. Wenn man nach einem 2.000 Höhenmeter langen Anstieg über den Gipfel schauen kann, sich weit über den Wolken befindet, ist das ein Gefühl der Freiheit, nach welcher man im normalen Alltagsleben so oft sucht. Ich werde diese Momente und Eindrücke noch lange in Erinnerung behalten“. Und in Bezug auf das black-pack all-inclusive Buchungspaket fügt Christian hinzu: „Diese Option war für mich als Berufstätigen sehr wichtig! Es geht bei uns nicht zwingend um Sekunden. Aber die Woche Alps Epic ist für mich auch mein Jahresurlaub. Sportlicher Kampf ist ok und toll, aber ich möchte in dieser Zeit natürlich auch auf einen gewissen Luxus nicht verzichten. Da hebt sich dieses Event wirklich weltweit ab und bietet exakt den Anspruch und die Verbindung aus Sterne-Luxus und naturverbundener Herausforderung, nach der ich sehr lange gesucht habe. Es geht dabei nicht um Champagner und einen Buttlerservice. Aber ich muss schon sagen, dass ich es genossen habe, wenn sich jemand um mein Rad im Ziel kümmert, mich eine saubere und schöne Hotelzimmerdusche am Nachmittag erwartet und ich am Abend auch ein hochwertiges Essen in gutem Ambiente zu mir nehmen konnte“, so Christian zu seiner Erfahrung über das Rennen.

In Bezug auf unsere mutige Profi-Amateur-Teamkonstellation gab es auch tolles Feedback, denn sowohl der Profi Steffen, als auch Christian konnten viel aus der gemeinsamen Woche mitnehmen und werden beide sicherlich noch häufiger zusammen auf das Rad steigen. „Es war großartig zu sehen, wie Christian an den Anstiegen Tag für Tag gekämpft hat. Und in den Downhills, da waren wir nicht sehr weit weg von meinem Weltcuptempo“, so Steffen Thum, für den das Tempo im Anstieg zwar moderat war, jedoch auch er als Profi auf die Zähne beißen musste.

„Die 3.000 Höhenmeter sind für mich dieselben wie für alle Anderen. Nur weil bei mir Profi als Berufsbezeichnung im Ausweis steht, fährt das Rad nicht von alleine den Berg hinauf“, so der zweimalige Weltcup-Gesamtsieger. Wer genaue Trainingsdaten einsehen möchte, der kann dies auch über die Strava-Profilseite von Steffen tun. Alle Etappen mit Wattdaten sind hier einzusehen: www.strava.com/pros/13874319

Für Amateur Christian war es ebenfalls ein tolles Erlebnis und er lobte die Unterstützung durch den Profi: „Man hat wirklich gemerkt, dass Steffen sich um mich gekümmert hat. Er versuchte meine Limits immer zu beachten. Die härtesten Momente waren jedoch nicht die Anstiege an sich, es war der Sachverhalt, dass ein Profi irgendwie keine Tretpause benötigt. Egal wie lange und steil ein Anstieg war, Steffen konnte oben im Flachen eben immer direkt dieselbe Wattzahl weitertreten. Oder auch wenn in einem Anstieg einmal 4-5 Meter waren, auf welchen man nicht pushen musste, da schaltet der Profi ohne zu überlegen direkt einen Gang schwerer. Das waren schon harte Leidensmomente für mich und meine Beine, doch die gehören bei epischen Erlebnissen ja auch irgendwie dazu. Wir hatten so viele beeindruckende Ausblicke, Trails wie aus dem Bilderbuch. Diese Erfahrung brennt sich ins Gedächtnis und man wird noch lebenslang davon zehren können, diese Herausforderung über die Alpen gemeistert zu haben“, so Christian zur Alps Epic.


Hier die Top-3 Tipps von Christian, auf was es bei einem Etappenrennen wie der Alps Epic zu achten gilt:

1.) „Vermeide Pannen“
Pannensichere Reifen mit „hard-skin“ Seitenwänden lohnen sich mit Sicherheit.  Die Zeit, die man durch einen platten Reifen verliert, ist deutlich mehr als ein paar Gramm Zusatzgewicht, zudem zerstört jeder Stopp den Rhythmus des Teams.

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2.) „Achte auf gute Schuhsohlen“
Schuhe sind auch zum Laufen da, speziell bei einem Rennen im hochalpinen Gebirge. Darum sollte man darauf achten, dass die Schuhsohle ein gutes Profil hat und sowohl auf dem Bike, als auch bei Laufpassagen guten Halt bietet.

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3.) „Lieber etwas zu viel als etwas zu wenig einpacken“
Die Tage bei einem epischen Rennen können lange werden. Also pack dir ruhig einen Riegel mehr ein, nimm die leichte Shake-dry-Regenjacke mit und füll deinen Trink-Rucksack bis zum Rand auf.

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