Die Vielfalt des Arlbergs

© Sepp Mallaun | Vorarlberg Tourismus

Freeriden am Arlberg
Die Pfarrer-Müller-Runde

Dass der Arlberg zu einem waschechten Freeride-Eldorado herangewachsen ist, das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Zwischen Warth und Schröcken hat man deswegen vor einigen Jahren sogar eine Freeride-Runde eröffnet, welche man über die verschiedenen Ski-, und Bergführerschulen in den Talorten buchen kann. Auf der Pfarrer-Müller-Tour steigt man von Warth auf den Wartherhorn-Sattel, nimmt nach Lust und Laune das 2256 Meter hohe Warher Horn mit, bevor an Bürstegg vorbei nach Lech abgefahren wird. Wahlweise gelangt man von dort auch mit der Bahn wieder hinauf, bis zum Mohnenfluhsattel. Oben angekommen warten eintausend, nordseitig gelegene Höhenmeter darauf abgefahren zu werden. Schlussendlich schwingt man wieder hinab nach Warth Schröcken, wo man sich ins Pfarrer-Müller-Tourenbuch eintragen darf. Ein Erlebnis, für das sich die Buchung eines Guides durchaus lohnt. Der kennt nämlich nicht nur die besten Hänge, sondern auch die Infos rund um Pfarrer Müller und seine Geschichte. 

Winterbergsteigen am Arlberg
Der Arlberger Winterklettersteig

Definitiv eine echte Herausforderung: Mit Skiern auf dem Rücken und klobigen Schuhen an den Füßen, hoch über dem Skigebiet zu klettern, ist ein besonders intensives Erlebnis. Am einfachsten fährt man dafür von St. Anton mit Gondel und Sesselbahn bis in die 2650 Meter hohe Scharte nördlich der Vorderen Rendelspitze. Direkt an der Bergstation beginnt der Klettersteig, für den Helm und Klettersteigset obligatorisch mitzuführen sind. Darüber hinaus können bei entsprechenden Verhältnissen Steigeisen und Pickel schnell unverzichtbar werden. Die Stahlseile hängen oft hoch genug, sodass selbst größere Schneemengen die Sicherungen nur selten verdecken. Von der Mitterkarspitze hat man dann die Wahl: Fährt man zurück nach Westen ins Skigebiet, oder nach Osten durchs gigantische Malfontal, wo man vor einer wunderschönen Bergkulisse genug Platz für seine eigene Spur finden wird.

© Daniel Zangerl | Lech Zürs Tourismus

Langlaufen am Arlberg
Kondition auf ausgezeichneten Loipen

Das Land Tirol hat die Arlberg Region mit dem Loipengütesiegel ausgezeichnet. Mehr als 40 Kilometer umfasst das Loipennetz, das bis ins Frühjahr hinein mit einer überragenden Schneesicherheit glänzt. Alle Routen sind wunderbar beschildert. Es warten die unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade und Längen auf die Konditionssportler. Hervorzuheben ist dabei die St. Christoph Loipe auf 1800 Metern Höhe. Sie wird mit einer Länge von 2,5 als mittelschwer eingestuft. Die Stanzertal Loipe ist dagegen 22 Kilometer lang, weist aber keinerlei Schwierigkeiten auf. Hier finden selbst Anfänger eine Herausforderung. Die Verwall Loipe ist rund zehn Kilometer lang, aber ein echtes Schmankerl für Naturliebhaber: Von St. Anton führt sie durchs naturbelassene Tal bis zum Verwall-Stausee auf 1480 Metern. Übrigens: In Pettneu kann man jeden Montag und Freitag bis 21 Uhr auch nachts auf der beleuchteten Loipe laufen.

© Daniel Zangerl | Lech Zürs Tourismus

Kinderspaß am Arlberg
Winterwandern, Zipfelbob- und Schlittenfahren

SKI ARLBERG ist rekordverdächtig in jeder Hinsicht. Extreme Abenteuer für Alpinisten, staubende Freeride-Touren für Pulverfreaks und gigantische Skirunden für Ausdauer-Wintersportler. Es geht aber auch anders, vor allem in Warth Schröcken. Familien mit Kindern finden hier vielfältige Möglichkeiten, die Spaß und Naturgenuss verbinden. Im Dorfzentrum von Warth endet zum Beispiel die ein Kilometer lange Rodelbahn, zu deren Startpunkt man mühelos mit den Gondeln der Dorfbahn kommt. Ebenso lang ist die Rodelbahn „von der Höhi“, die an manchen Tage sogar bis 22 Uhr befahren werden kann. Punsch und Glühwein gibt’s am Ende der Strecke. Jeden Mittwochabend kommen Rodelfans auf der zwei Kilometer langen und beleuchteten Rodelbahn von Nesslegg bis Heimboden auf ihre Kosten. Zurück zum Startpunkt kommen die Rodler bequem mit dem Bus. So wird der Rodelspaß nicht nur für Kinder, sondern auch für die Großen zum Erlebnis.

Etwas ruhiger geht es beim Winterwandern zu. Keine Angst: Gutes Schuhwerk und warme Kleidung genügt, denn die Wege werden täglich präpariert. Solche Wege führen beispielsweise auf den Falken- und den Saloberkopf. Dabei passiert man den Kalbelesee oder den schönen Körbersee. Um beide Seen vom Hochtannbergpass zu erwandern, müssen etwa drei Stunden eingeplant werden.

Autor: Benni Sauer

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