DIE WAND

Nun ist er bald ein Jahr her. Der heiße Sommertag, der nicht enden wollte, dessen Sekunden und Minuten ich geradezu aufsog und genoss. Jede einzelne davon. Viele Monate später sitze ich vor einem kalt flimmernden Bildschirm, bemühe mich, der Story einen würdigen Titel zu verpassen, während draußen, nass und schummrig, ein Regentag endet. So versuche ich mich zurückzuerinnern, die Erlebnisse wieder aufflammen zu lassen und dann, ganz plötzlich, stehe ich wieder vor ihr. Vor der Watzmann Ostwand.

„Um seinen Gipfel jagen: Nebelschwaden!“
Wolfgang Ambros – Watzmann live

Der Mittag verlief, wie so oft zu dieser Jahreszeit, sehr gewittrig. Platzregen und Hagel begleiteten mich die Anfahrt über zum Königssee und selbst jetzt, wo ich mit dem letzten Boot nach St. Bartholomä übersetze, hängen die Wolken schwer im Tal. In meinen Ohren aber klingen noch immer die Lieder. Schon als Kind hörte ich Ambros´ „Watzmann“ rauf und runter, doch konnte ich damals kaum etwas mit dem Musical anfangen. Weder mit den Texten, noch mit dem Bild des orangerot flammenden Berges, das die Kassettenhülle zierte. Die Reise ins Berchtesgadener Land nutzte ich daher, diese kulturellen Gedächtnislücken wieder aufzufrischen. Gänsehaut!

Das Boot ist trotz des Regens voll besetzt. Touristen von überall her drängen sich Schulter an Schulter, knipsen Selfies und lauschen dem Echo der Trompete, das klar und deutlich von den Felswänden zurückgeworfen wird. Ich dagegen versinke in meiner eigenen Welt. Der schwere Rucksack auf meinem Schoß, die Seilschlaufen die aus ihm baumeln und der Helm, der daran festgezurrt ist, verraten mich aber doch. Spätestens als der Bootsführer die Gäste auf die eingenebelte Ostwand aufmerksam macht, durchbohren mich die Blicke. „Die höchste Wand der Ostalpen“, krächzt es durch das Mikrofon. „Mehr Opfer als die Eiger Nordwand – schwere Orientierung – anspruchsvolle Unternehmung.“ Nur Bruchteile dringen zu mir hindurch, denn ich bin beschäftigt, sortiere meine Gedanken, suche Ruhe. Und Antworten. Wird sich das Wetter wie vorhergesagt bessern? Werde ich die Route finden? Und warum zum Teufel bin ich offensichtlich der einzige im Boot, der die Ostwand im Auge hat?

„Aufi muas i!“
Wolfgang Ambros – Watzmann live

Wenig später drängle ich mich auf der Halbinsel Hirschau durch die Menschenmassen. Hier wo auch die berühmte Kirche St. Bartholomä steht. Trotz des Trubels aber finde ich schnell was ich suche. Denn auch wenn ich meine beiden Partner für die kommenden Tage noch nie zuvor zu Gesicht bekommen habe, so sind sie in den Touristenmassen schnell ausgemacht. Kurzes Händeschütteln, erste Worte und schnell noch ein Bier, bevor die Belegschaft des Gasthauses sowie alle Touristen die Halbinsel verlassen. Dann kehrt Ruhe ein. Wie das letzte Boot ablegt, überkommt mich eine merkwürdige Stimmung. Sofort bin ich wieder im Musical. Denn in der Stille vermag ich etwas zu hören. Es drängt, fast schon wie ein Rufen. Wird immer deutlicher. Der Berg!

Im kleinen Ostwand-Biwak, der einzigen Übernachtungsmöglichkeit im Tal, plaudern wir noch ein wenig, bereiten uns auf den kommenden Tag vor. Joan ist der wohl erfahrenste Kletterer unserer Dreierseilschaft. Klaus dagegen bringt viele Jahre Hochtourenerfahrung mit. Ich selbst halte mich für einen recht akzeptablen Allrounder mit einer guten Spürnase in weglosem Gelände. Gemeinsam also geben wir uns dem Rufen des Watzmanns hin. Und gemeinsam sollten wir den Weg durch die Ostwand schon meistern. Früh löschen wir daher schon das Licht. Der Wecker wird uns um 5 Uhr aus einer unruhigen Nacht reißen.

„Watzmann, Watzmann, Schicksalsberg. Du bist so groß! Und i nur a Zwerg!“
Wolfgang Ambros – Watzmann live

Noch in der Hütte gibt es die erste Überraschung des jungen Tages. Wer nämlich seinen Proviant auf dem Holzboden deponiert, muss damit rechnen, diesen teilen zu müssen. In der Hochsaison werden die Ostwand-Biwak-Mäuse sicher nicht Hunger leiden. Glücklicherweise aber haben die Nager uns etwas übriggelassen und nach einem knappen Frühstück zwischen Tür und Angel verschwinden wir klimpernd in der Dunkelheit. Tatsächlich ist außer uns nur eine weitere Seilschaft unterwegs. 

Die kühle Morgenluft vertreibt schnell die Müdigkeit, auch wenn der wenige Schlaf, den ich fand, kaum ausreichen wird. Viel zu nah schien mir in der engen Holzhütte die Wand, die sich gefühlt nur wenige Meter hinter meinem Kopfende 2000 Meter in den Himmel bohrt. Viel zu lange war ich noch mit Fragen beschäftigt, auf die ich keine Antworten wusste. Heute aber, heute werde ich sie finden.

Der Weg zur Eiskapelle, dem Schneefeld unter der Ostwand, verläuft zunächst flach. Mein Kreislauf kommt also angenehm schonend in Schwung. Dann aber verfärbt sich der Himmel. Aus schwarz wird erst dunkles, dann immer helleres Blau. Und von diesem Blau hebt sich zunehmend die pechschwarze Silhouette des Watzmanns ab. Nichts als Schwarz, das mit jedem Schritt, dem wir ihm näher kommen, weiter über unseren Köpfen hereinbricht. Die Ostwand scheint uns mit fletschenden Zähnen hungrig verschlingen zu wollen. In diesen Minuten ist jeder bei sich. Es ist ruhig. Niemand spricht.

„Mitten in der Nacht, hat der Bub auf den Weg sich gemacht.“
Wolfgang Ambros – Watzmann live

Doch die Realität sieht ganz anders aus. Was vor wenigen Minuten noch bedrohlich dunkel und steil wirkte, hat sich im ersten Tageslicht in saftig grüne Wiesen, festen Fels und vor allem in einen schmalen Pfad verwandelt. Doch auch hier lauern schon erste Gefahren: Wegspuren, die ins Nichts führen, die im besten Falle einige der kostbaren Minuten an sich reißen, im schlimmsten Fall aber ein Menschenleben. Die Ostwand ist ein gigantisches Labyrinth. Und auch hier unten können Fehltritte fatale Folgen haben. Ein beklemmendes Gefühl, das mich noch viele Stunden begleiten wird. Glücklicherweise aber macht sich mein penibles Routenstudium positiv bemerkbar. Viele der unscheinbaren Spitzkehren, der schroffen Türme und markanten Felsbrocken erkenne ich wieder. 

Doch selbst so gut vorbereitet ist die Ostwand noch immer eine gewaltige Herausforderung. Markierungen gibt es keine, nur ab und an Trittspuren, auf die man sich aber nie zu sehr verlassen kann. Und selbst Bohrhaken sind kein sicheres Indiz dafür, auf der richtigen Route zu sein. Für die unendlich vielen Rettungseinsätze, die es in der Ostwand schon gab, wurden überall Bohrhaken angebracht. Vor allem aber abseits der Route. Denn in der Ostwand, die nicht nur 2000 Meter hoch, sondern auch ebenso breit ist, gleicht jeder Meter dem nächsten.

„Und dann passiert‘s, es geht net weiter, Du bleibst steh‘n und schaust Dich um, und plötzlich spürst zum ersten Mal so an Frieden rund herum.“
Wolfgang Ambros – Watzmann live

Bis auf die Melodien in meinem Kopf ist es ruhig. Windstill und warm. Durch Rinnen und Risse, über Stufen und Bänder steigen wir immer weiter und erst als sich die Nebeldecke auf dem See lichtet, legen wir eine Pause ein. Die ersten Boote schaukeln jetzt über das glitzernde Wasser, das zu diesem Zeitpunkt bereits 700 Höhenmeter unter uns liegt. Und auch hier oben im Schuttkar finden wir etwas vom glasklaren, kühlen Nass, das es in dieser Wand penibel einzuteilen gilt. Denn noch immer türmen sich 1350 Meter Fels hoch über unseren Köpfen auf. Daher schultern wir schon nach einem kurzen Kartenstudium die Rucksäcke und steigen weiter. Seitlich aus dem Schuttkar hinaus und über die zwei Sporne sowie ein ausgesetztes Felsband hinauf, bis zur Wasserfallwand.

Bisher haben wir den Weg gut gefunden und die Seilschaft hinter uns folgte uns auf Schritt und Tritt, um nicht doch noch von der Route abzukommen. Doch die ersten ausgesetzten Stellen setzen der Gruppe zu. Aufwändige Sicherungsmaßnahmen reißen ihnen die Minuten unter den Füßen weg. Schon bald verlieren wir sie aus dem Blick. Wartepausen können wir uns aber nicht erlauben. Die Ostwand ist immer ein Rennen gegen die Zeit – ganz besonders im Sommer, wenn sich Gewitter unsichtbar von Westen nähern können. Auch deswegen holen wir erstmals an der Wasserfallwand, der ersten Schlüsselstelle der klassischen Ostwandroute, das Seil aus dem Rucksack. Im dritten Grad steigen wir so über glatten, aber festen Fels. Von Standplatz zu Standplatz, was viel Zeit kostet. Aber auch wem hier das Gestein zuverlässig erscheint und wem diese Schwierigkeiten seilfreies Klettern erlauben, der ist nicht geschützt vor der Steinschlaggefahr, die in diesem Wandteil besonders hoch ist. Sicher ist sicher und der zeitliche Mehraufwand für einige wenige Sicherungen ist einkalkuliert. Und siehe da: Während ich in der Wand meinen rechten Arm strecke, blind nach einem Griff suche, da pfeifen mir zwei faustgroße Felsbrocken entgegen. Des freien Falles wegen höre ich sie aber erst Sekunden darauf hunderte Meter unter mir zerbersten. Cool bleiben!

Kurze Zeit später aber ist das Seil, Sicherung und Zeitfresser zugleich, schon wieder im Rucksack verstaut. Konsequent steigen wir weiter. Stetig und immerzu bergauf.

„Der Weg zu dir selber hört nie auf, hinter dir geht’s abwärts – und vor dir steil bergauf!“
Wolfgang Ambros – Watzmann live

Wolfgang Ambros´ Stimme wird immer lauter. Je höher ich klettere, desto passender erscheinen mir die Texte. Die schallenden Chöre. Die Dramatik, mit scheppernden Gitarrensoli. Die warme Luft, die zum zerreißen gespannt um meine Nase weht. Dabei passieren wir die Dabelsteinplatte, die Biwakschachtel und durchsteigen die Ausstiegsskamine, die genau genommen gar keinen Ausstieg ermöglichen. Denn selbst von hier sind es noch immer 250 anstrengende Höhenmeter bis zum Gipfel. 

Sieben Stunden sind wir nun schon auf den Beinen und jeder Meter zerrt und reißt erbarmungslos an meinen Kraftreserven. Dazu kommt noch, dass nach so vielen, hauptsächlich ungesicherten Stunden im absturzgefährdeten Gelände, eine gewisse mentale Müdigkeit eintritt. Und als wäre das nicht genug, werden wir nach den 2000 Höhenmetern der Ostwand die Überschreitung des Watzmanns anhängen. Viele weitere hundert Höhenmeter. Ausgesetzt und anspruchsvoll. So fällt es mir zunehmend schwerer, mir selbst zu vertrauen. Ein Teufelskreis, in dem Felsen, meine Erschöpfung, meine Psyche und Wolfang Ambros immer schneller um mich herumwirbeln. Irrwitzige Minuten gehen an mir vorbei.

Fast schon verliere ich die Konzentration, da verstummen plötzlich die Stimmen, die Chöre, Trompeten und Pauken. Warme Luft strömt aus der Westflanke des Watzmanns empor. Sie streift anfangs nur mein Gesicht, denn unter meinen Füßen klaffen immer noch die 2000 Meter Ostwand bis hinab zum Königssee. Erst als ich zur Gänze auf dem Watzmanngrat stehe, bin ich der Wand urplötzlich endgültig entkommen. Nur noch wenige Meter liegen jetzt zwischen mir und der Südspitze. Dort muss ich mich nur noch ein letztes Mal aufrichten, den Arm ausstrecken und ebenso die Finger. Dann klingelt es. Das kleine Glöckchen, das im Gipfelkreuz hängt. Dort wo sich Längs- und Querbalken treffen. Es klingelt!

Autor: Benni Sauer

Zwischenüberschriften: © Ambros, Tauchen, Prokopetz – „Watzmann live“




Infos – Fakten – Wissenswertes

Die Watzmann Ostwand

Berühmt berüchtigt: Die gigantische Ostwand des Watzmanns. Früher galt sie als die höchste durchsteigbare Wand des gesamten Alpenbogens. Es war der 6. Juni 1881, als der Wiener Otto Schück und der Bayer Johann Grill von St. Bartholomä aus starteten. 14 Stunden verbrachten sie in der Wand und jeder, der selbst einmal die nicht enden wollenden Ausmaße dieser Felsbastion erlebt hat, wird behaupten, dass eine solch flinke Erstbesteigung einen glücklichen Meilenstein der Alpingeschichte darstellt. Ihre Route trägt heute den Hofnamen Grills: Der Kederbacher Weg.

Erst später wurden die noch höheren Wände der Alpen durchstiegen. Etwa 1938, als mit der spektakulären Erstbegehung der nur etwa einhundert Meter höheren Eiger Nordwand, eines der letzten großen Probleme der Alpen gelöst wurde.

Anders als beim Eiger, findet man aber in den klassischen Routen der Watzmann Ostwand nur relativ einfache Kletterei, die kaum den vierten Schwierigkeitsgrad überschreitet. Der Berchtesgadener Weg, heute die wohl meistbegangene Route, wartet sogar mit nur wenigen kurzen Schlüsselstellen im dritten Grad auf geübte Bergsteiger. Aber auch wenn die Schwierigkeiten überschaubar sind: Der Anspruch versteckt sich anderswo. Zum Beispiel in der schwierigen Wegfindung. Die Ostwand ist ausgesprochen unübersichtlich, ein genaues Karten- und Topostudium deswegen unerlässlich. Und selbst dann ist es kaum möglich, nicht hin und wieder von der Route abzukommen. Ein weiterer Grund, wieso sich nur erfahrene Alpinisten in die Routen begeben sollten, sind die vielen ausgesetzten Passagen, die nur seilfrei begangen werden können. Ein Tag in der Ostwand kann auch schon ohne aufwändige Seilsicherung äußerst lang werden – durchgehende Seilsicherung lässt den Gipfel schnell in unerreichbare Ferne rücken. Letztendlich stellen die enormen Dimensionen hohe konditionelle Ansprüche. Insgesamt fordert die Ostwand also einen routinierten Alpinisten, der in weglosem und ausgesetzten Gelände schnell vorwärts kommt. 

Auch ist zu bedenken, dass am Ende der Wand, an der Watzmann Südspitze, die Tour noch lange nicht beendet ist. Nach 2100 Höhenmeter wartet noch immer der lange Abstieg ins Wimbachgries. 1400 Abstiegsmeter später erreicht man so die Wimbachgrieshütte. Diese Möglichkeit stellt den kürzesten und vor allem bei Erschöpfung oder Wetterverschlechterung den sichersten Abstieg dar. Eine spannende Alternative bietet die Watzmannüberschreitung. Über den meist versicherten Watzmanngrat gelangt man in etwa einer Stunde zur ein Meter höheren Mittelspitze. Nach einer weiteren Stunde erreicht man das Hocheck (Biwakhütte) und nach weiteren anderthalb bis zwei Stunden das Watzmannhaus auf 1915 Metern. Auch wenn die Überschreitung nach der Ostwand keine nennenswerten Schwierigkeiten aufweist, so ist Konzentration und sicheres Steigen noch immer absolut unabdingbar. Die Gegenanstiege kosten dabei oft die letzten Kraftreserven. Trotzdem ist diese Abstiegsmöglichkeit die schönste, denn vom Grat aus genießt man nicht nur ein bombastisches Panorama, sondern auch einen eindrucksvollen Rückblick hinab in die Ostwand, wo winzig klein die orangene Biwakschachtel im Felschaos untergeht.

ungefährer Routenverlauf

Hinweise:

Die perfekte Vorbereitung für die Watzmann Ostwand ist die Wiederroute in der sogenannten kleinen Ostwand. Hier lässt sich gut abschätzen, ob man den Schwierigkeiten der großen Wand gewachsen ist.

Im besten Fall steigt man mit einem Ostwand-Kenner in die Wand. Wer die Route nicht kennt, sollte viel Zeitpuffer für die Routenfindung einplanen.

Ein zu früher Einstieg macht jedoch keinen Sinn. Wer vor Tagesanbruch die Eiskapelle erreicht, kann sich keinen Überblick verschaffen.

Wasser gibt es meist an zwei Stellen. Im Schuttkar und unterhalb der Gipfelschlucht, nicht aber an der Wasserfallwand.

50 Meter Einfachseil, 3 Exen, eine Stirnlampe, Helm, leichte Zustiegsschuhe und ein Topo sind optimale Begleiter für eine sichere Durchsteigung. Handyempfang ist nur selten gegeben.

Die Watzmann Ostwand gilt als eines der gefährlichsten Ziele der Alpen. Weit mehr als einhundert Bergsteiger fielen ihr schon zum Opfer – mehr sogar als der Eiger Nordwand. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Ostwand von bis zu 500 Bergsteigern im Jahr durchstiegen wird.

Auch die Überschreitung des Grates stellt eine anspruchsvolle Unternehmung dar. Die unglaubliche Vielzahl an Rettungseinsätzen zeigt sowohl in der Wand als auch am Grat, welch fatale Folgen eine Unterschätzung des Berges haben kann.

Das Ostwandbiwak bei St. Bartholomä stellt die einzige Übernachtungsmöglichkeit dar und ist ausschließlich für Ostwandgeher reservierbar. Je nach Schneeverhältnissen ist sie von Anfang/Mitte Juli bis Anfang Oktober geöffnet.

Neben dem „Normalweg“, dem Berchtesgadener Weg, gibt es zwei weitere gängige Aufstiege. Der Kederbacher Weg folgt der Route der Erstbegeher. Aufgrund der Überwindung zweier Firnfelder und einer Schlüsselstelle im vierten Grad, bietet diese Route einen besonders intensiven, alpinen Flair. Der Salzburger Weg erreicht stellenweise sogar den 5. Grad.

Den schönsten Blick auf die Ostwand hat man vom Feuerpalfen. Diese Aussichtsplattform befindet sich in der Nähe der Gotzenalm und liegt auf 1741 Metern hoch über dem Königssee. Auch wenn alle Anstiege dorthin viele Stunden in Anspruch nehmen, so lohnen sich vor allem nach einer geglückten Ostwandbegehung die Mühen.

Zuletzt sei gesagt, dass die Ostwand nicht wegen seiner
extremen Höhe, sondern vor allem aufgrund seiner
ausgesprochenen Schönheit eine lohnende Bergfahrt darstellt.
Eine geschichtsträchtige, vielfältige und wunderschöne
Wand für echte Bergfreunde.
Autor: Benni Sauer

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