EDELRID – Der alpine Gedanke, seit mehr als 150 Jahren.

Seit der Gründung 1863 hat sich EDELRID zu einem der führenden Hersteller für Bergsportausrüstung und Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) entwickelt. Das Unternehmen mit Sitz im Allgäu zeichnet sich insbesondere durch eine hohe Innovationskraft und Nachhaltigkeit aus. EDELRID hat nicht nur das erste Kernmantelseil erfunden, sondern auch die ersten bluesign® zertifizierten Seile auf den Markt gebracht. Die gesamte Produktentwicklung findet in Isny im Allgäu statt, wo auch der Großteil der Produkte produziert wird. Dies garantiert eine hohe Innovationskraft und die außergewöhnliche Qualität und Funktionalität, die EDELRID Kunden weltweit zu schätzen wissen. 

1863 begannen Julius EDELmann und Carl RIDder mit der Produktion von Litzen und Kordeln. Der eine war Kaufmann und Alpinist, der andere Techniker mit großem Fachwissen über Flechtmaschinen. Zusammen gründeten sie die Firma EDELRID. Der mutige Erfindergeist hat sich bis heute bei EDELRID gehalten, wenn auch die rauchenden Köpfe heute andere sind. Die große Revolution im Bergsport kam 1953, als es EDELRID gelang, das weltweit erste Kernmantelseil zu produzieren. Diese revolutionäre Konstruktion ist bis heute die Ausgangsbasis aller dynamischen Bergseile. Sogar die Wortschöpfung „Kernmantel“ fand in ihrer Ursprungsform Eingang in die wichtigsten Fremdsprachen sowie in international gültige Normwerke.

Um 1920: Für die Tochter von Carl Ridder, Theresa Ridder, wurde nach dem ersten Weltkrieg ein passender Ehemann gesucht, der die Firma unterstützen sollte. Ein angesehener Mann namens Benk heiratete Theresa und die Ehe wurde mit fünf Nachkommen gesegnet. Eines der Kinder war Claus Benk, der sich schon sehr jung in die Firma integrierte und nach dem frühen Tod seines Vaters über viele Jahrzehnte als Firmenchef das Gesicht der Firma prägen sollte. 

Der Standort von EDELRID war von Anfang an Isny im Allgäu. Fast 100 Jahre lang befand sich die Firma inmitten der Stadt, wo sie 1958 bei einem Brand teilweise zerstört wurde. Wegen unzumutbaren Auflagen beim Wiederaufbau wurde aber der Standort gewechselt. Seitdem befindet sich bis die Firma am östlichen Stadtrand von Isny. 1973: EDELRID stand erneut in Flammen und wurde diesmal komplett zerstört, nun aber am selben Ort wiederaufgebaut. Zu dieser Zeit wurden unter anderem auch Geflechte aus synthetischen Fasern und Naturfasern hergestellt. Bergseile, Tauwerk, Zeltleinen, Skifangriemen und Schnürsenkel.

In den 1970er und 80ern erlangte das Freiklettern immer mehr Bedeutung. Zu den bahnbrechendsten Erfindungen von EDELRID in dieser Zeit gehörten die Express-Schlinge und das Durchsetzen der Sitzgurte anstatt von Ganzkörpergurten.

1994 erlitt Claus Benk durch einen Reitunfall eine Querschnittslähmung. Dies hatte seinen sofortigen Ausstieg aus der Firma zur Folge, was große Veränderungen nach sich zog. In der Folge wurde EDELRID 2001 an den damals größten Seilhersteller der Welt The Rope Company Ltd. nach Großbritannien verkauft. Mit einer neuen Corporate Identity und einer neu strukturierten Entwicklungsabteilung kam Wind in die Segel von EDELRID. Dabei stand wie zu Gründungszeiten der motivierte Geist der Entwickler im Vordergrund.

2006 meldete das englische Unternehmen The Rope Company Ltd. Insolvenz an und EDELRID wurde vom Outdoor-Equipment-Hersteller VAUDE aufgekauft. Die Verbindung war ein Segen für die Firma, da der Familienbetrieb VAUDE seinen Firmensitz am Bodensee in Deutschland hat und somit nicht nur die strukturelle, sondern auch die lokale Nähe bis heute von Vorteil sind. 

Was vor über 150 Jahren als kleine Litzen- und Kordelfabrik in Isny im Allgäu begann, ist heute ein erfolgreiches, mittelständisches Unternehmen mit internationaler Strahlkraft. Heute ist EDELRID Komplettanbieter in den Bereichen Bergsport, Arbeitssicherheit und Adventure Parks. Er entwickelt, produziert und vertreibt neben technischen Geflechten auch hochwertige und innovative PSA-Ausrüstung für Bergsteiger, Industriekletterer, Baumpfleger und Rettungskräfte. Seit 2017 gehört übrigens auch die renommierte Kletterschuhmarke „RED CHILI“ zum Portfolio von EDELRID. 

Bei der Entwicklung und Herstellung seiner Produkte setzt EDELRID auf Innovationen „Made im Allgäu“. Bis heute werden alle Kernprodukte (insbesondere alle Seile) am Firmenstandort in Isny produziert. Aktuell erwirtschaftet das Unternehmen 60% seines Umsatzes mit Produkten „Made in Germany“. 

Neben dem Innovations- und Qualitätsgedanken ist Nachhaltigkeit eine tragende Säule der EDELRID Firmenphilosophie. Seit 2010 besitzt EDELRID ein nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) – DIN ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagement System mit dem Ziel umweltrelevanter Abläufe im Unternehmen zu verankern und diese kontinuierlich zu Verbesserung. So hat EDELRID bereits vor zehn Jahren seine Seilproduktion bluesign® zertifizieren lassen und damit branchenweit Maßstäbe in Sachen innovativer und nachhaltiger Seilproduktion gesetzt. Heute produziert EDELRID rund zehn Millionen Meter Kletterseil pro Jahr und kann stolz behaupten, dass jeder Meter davon bluesign® zertifiziert ist. 

Der Fokus auf Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit macht EDELRID branchenweit einzigartig, extrem vielseitig und ist der Garant dafür, dass EDELRID auch in Zukunft zuverlässiger Partner für hochwertige und innovative PSA-Ausrüstung ist.

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