Einfach mal in den Frühling biken

Titelbild: © saalbach.com | Hansi Heckmair

In Österreichs größter Bike-Reagion Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Wintersportler kennen diese Berge gut. Den Skicircus, der wohl lohnendste Skigebietszusammenschluss Österreichs. Der Schnee aber taut derzeit, im Tal zwitschern die Vögel und Biker holen voller Vorfreude ihre Räder aus dem Keller. Sie können sich auf eine fulminante Mountainbike-Saison freuen. Denn wie im Winter schon lange üblich, kommen sich die drei Orte Saalbach Hinterglemm, Saalfelden Leogang und Fieberbrunn nun auch im Sommer näher. Das geht mit ungeahnten Möglichkeiten für Radler einher. Sie finden hier fast grenzenlose Schotter- und Asphaltkilometer, 80 Trail-Kilometer, neun Bergbahnen auf sieben Berge und ein Bike-Ticket, das all das vereint.

Die Grenze zwischen Tirol und dem Salzburger Land liegt hoch, meistens um die 2000 Meter über dem Meeresspiegel. Trotzdem sind die Gipfel hier verhältnismäßig zahm. Grasmatten, lichte Wälder, genügend Platz für die Frühlingssonne, dein Bike und dich! So rollt es sich fast wie von allein durch die liebliche Natur. Die spitzen Felsgipfel der umliegenden Gebirgszüge genießt man doch eh viel lieber vom Sattel aus, oder? 

Der Frühling in Österreichs größter Bike-Region ist gerade deswegen ein Eldorado für alle Biker – selbst für die, die es erst noch werden möchten. Anfänger und sogar die kleinsten Rad-Neulinge wagen ihre ersten Versuche ganz smooth im neuen Learn to Ride Park in Saalbach, wo ein Zauberteppich für einen mühelosen Aufstieg sorgt und gleich fünf bekannte Saalbacher Trails in einer Art Miniausführung ausprobiert werden können. Die Benutzung des Parks ist kostenfrei. Pendants finden Familien und Newbies im Riders Playground in Leogang und im Easy Park Obingleiten in Fieberbrunn. So kann sich wirklich jeder vorsichtig und ungefährlich an den ersten richtigen Trail rantasten!

© saalbach.com | Hannes Berger

Neugierige Blicke kann man schon kassieren, wenn man im Bikepark mit dem Gravel-Bike unterwegs ist. Denn auf den ersten Blick sehen die Räder fast etwas deplatziert aus. Wer fährt schon mit dem Rennrad auf steinigen Schotterwegen in den Alpen? Erst auf den zweiten Blick wird klar: Trotz der schnittigen Form und dem für Rennräder typischen Lenker, sind die Gravel-Bikes bestens auf dieses Terrain zugeschnitten. Die Reifen verfügen über griffige Stollen. Scheibenbremsen erlauben präzises Stoppen. Und ein tiefsitzendes Tretlager sorgt für mehr Stabilität in rauem Gelände. Fertig ist die neue Trendsportart, die mehr und mehr Anhänger findet. Sportliche Rennradler, die bisher auf schroffe Gipfelanstiege verzichten mussten, können nun auch auf Schotterwegen in die Pedale treten. Gravelbiken wird zum Erlebnis. Ein Schotterstraßen-Paradies, mit nahezu unendlicher Tourenvielfalt! Wo die Reichweite eigentlich nur durch deine Kondition begrenzt wird.

Wenn wir schon bei der Kondition sind: Zwischen Saalbach und dem aussichtsreichen Kohlmaiskopf liegen 900 Höhenmeter. Von Fieberbrunn auf den Reiterkogel sind es sogar mehr als 1400 Höhenmeter. Das Panorama muss man sich eben verdienen – könnte man jetzt sagen. Doch die Bike-Region Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn will ja für alle da sein. Nicht nur für Trailcracks, Profis und Weltmeister. Und so finden, ähnlich wie die Einsteiger den Easy Park, auch konditionsschwächere Biker ihre Möglichkeit den Gipfel zu erradeln: Mit dem E-Mountainbike!

Die Ladestationen stehen bereit, die Verleih-Shops haben ihren Bestand aufgestockt. Und natürlich sind alle Trails und Routen auch für die Elektro-Fahrräder befahrbar. So werden plötzlich ungeahnte Reichweiten möglich. Selbst Kinder erreichen den Gipfel und die Eltern müssen sich auch nicht mehr so abstrampeln, wenn der Kinderanhänger schwer ins Tal hinabzieht. Für alle E-Mountainbiker gilt: Einkehren und aufladen! Denn während der leckeren Erholungspause mit Prachtaussicht, füllt sich der Akku und ist einsatzbereit für viele weitere Stunden Power! Abgerundet wird das Angebot durch speziell auf Biker abgestimmte Leistungen. Bike-Shops verleihen nicht nur Räder aller Art, sondern stehen immer gerne mit Rat und Tat zur Seite. Bikeschulen ermöglichen ein schnelles und sicheres Erlernen der Fahrtechnik, während die Guides im Gelände nicht nur die besten Trails kennen, sondern gleich auch noch die lohnendste Einkehrmöglichkeit. 

© saalbach.com | Stefan Voitl

Apropos Einkehren: E-Mountainbiking und Genussradeln passt wie die Faust aufs Auge. Und wer in Saalbach Hinterglemm von Genussradeln spricht, der meint auch Genussradeln! Mit dem E-Bike und wahlweise trotzdem noch mit Bergbahnunterstützung, stehen hier 400 Mountainbike-Kilometer zur Verfügung. Statistisch gesehen steht hier allerdings alle zehn Kilometer eine Hütte am Wegesrand, die durstige und hungrige Radler mit traditionellen, regionalen Schmankerln verwöhnt. Müheloses Kulinarik-Biken auf wahrlich höchstem Niveau!

Übrigens finden nicht nur Radler ihre Freuden hier zwischen der Tiroler und Salzburgerischen Grenze! Auch Wanderer genießen die Pfade und dazu sei gesagt: Biken und Hiken zu verbinden ist nicht nur eine spannende Idee, sondern funktioniert in den Bergen Fieberbrunns ausgesprochen gut! Wer gerne Morgenluft schnuppert, der macht sich gleich nach Sonnenaufgang auf den Weg zur Grießenbodenalm. Mit dem E-Bike und einen Picknick-Korb voller hausgemachter Produkte aus der Region, ist der Bergsee schnell erreicht und Frühaufsteher können sich vom Glitzern der Sonne verwöhnen lassen. Bei den urigen Wildalmen parkt man dann sein Rad, gönnt sich noch ein oder zwei Stückchen Käse, schaut einen kurzweiligen Film im wohl kleinsten Kino der Alpen und wandert dann zu Fuß hinauf zum zauberhaft gelegenen Wildseeloderhaus. Nur eine halbe Stunde ist man dort hinauf unterwegs. Doch die Mischung machts: Bike&Hike bedeutet auch für die Muskeln Abwechslung, weswegen man vielleicht sogar noch einen der umliegenden Gipfel besteigen möchte. Der Wildseeloder, der im Winter einen wunderbaren Freeride-Ruf genießt. Die etwas niedrigere Henne. Oder den felsigen Steingipfel des Marocker. Spätestens aber dann kehrt man am Wildsee ein, genießt ein kühles Getränk und darf erleben, wie die Berge wirklich schmecken. Denn das Wildseeloderhaus nimmt an der Alpenvereinskampagne „So schmecken die Berge“ teil, was man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Denn die Hüttenterrasse liegt so wunderbar, die Speisen sind so liebevoll und lecker zubereitet und der Abstieg so kurzweilig, dass man noch lange davon zehren wird!
Autor: Benni Sauer

Nähere Infos rund um’s Biken in Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn findet ihr unter:
bike.saalbach.com

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