Helfer auf vier Pfoten

Der Winter naht im Allgäu. Tagsüber leuchten die Wälder in der Herbstsonne, die bunten Blätter fallen und nachts zieht der erste Frost ins Land. Die Temperaturen sinken in der Dämmerung rapide.

In dieser Dämmerung macht sich ein Hotelier Sorgen um einen Stammgast. Der Zimmerschlüssel der älteren Dame wurde noch immer nicht abgeholt und als die Nacht anbricht, beschließt er, die Polizei zu informieren. Schnell wird ihr Wagen am Wanderparkplatz ausgemacht. Doch in der Dunkelheit und in diesem weitläufigen Gelände eine vermisste, unter Umständen schwer verletzte oder ohnmächtige Person zu finden, gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Es ist Eile geboten. Die klare Nacht wird eisig werden.

Die Bergrettung fordert ohne zu zögern verschiedene Rettungsmannschaften an, unter anderem auch Hundeunterstützung vom ASB. Wenig später beginnt ein Personenspürhund mit seiner Arbeit. Mit einer sterilen Kompresse wird eine Geruchsprobe am Lenkrad des verlassenen Autos genommen. Das reicht der feinen Nase. Selbst nach Tagen kann der Mantrailer, wie die Hunde auch genannt werden, den gegangenen Weg nachverfolgen. Die Richtung, der Trail, ist jetzt also ermittelt. Jetzt wird der Mantrailer von Flächenhunden unterstützt. Sie schnüffeln nicht einem bestimmten Geruch hinterher, sondern zeigen jede Person im Suchgebiet an. Ein unschlagbares Vierbeiner-Team.

Eine Hundesuchgruppe findet schließlich die Frau in einem Bachbett. Wegen des gebrochenen Sprunggelenks, war sie nicht mehr in der Lage, sich selbstständig aus der Gefahrensituation zu befreien. Ein großes Glück im Unglück. Denn nur mit der schnellen Hilfe der Schnüffler, konnte die vermisste Frau rechtzeitig geortet werden.

Hunde helfen uns. Und Hunde begleiten uns. Immer häufiger nehmen Frauchen und Herrchen ihren treuen Begleiter sogar mit ins Gebirge, denn ein wenig Auslauf tut schließlich beiden gut! Aber was, wenn der Fellnase selbst etwas zustößt? Eine falsch gesetzte Pfote und schon ist es passiert. Gut, wenn man dann Hundeersthelfer ist. Solche Kurse werden immer beliebter und werden auch vom ASB angeboten. Es wird gezeigt, wie man verschiedenste Verletzungen erkennt und wie richtig reagiert wird. Von Muskel- und Sehnenverletzungen, über Knochenbrüche, bis hin zu verschluckten Giftködern. So kann auch umgekehrt der Mensch dem Hund helfen.

Es ist wichtig, dass die Hundestaffel schnell am Einsatzort ist. Dabei ist die ASB Rettungshundestaffel Allgäu zu einhundert Prozent auf Spendengelder angewiesen. Glücklicherweise steht ein neues Fahrzeug zur Verfügung. Doch die Innenausstattung ist unvollständig und kostspielig. Für diesen weiteren Ausbau wurden ein Spendenkonto eingerichtet:

Kontodaten:
ASB Regionalverband Allgäu e. V.
Bank für Sozialwirtschaft München
IBAN: DE39 7002 0500 0007 8086 00
BIC: BFSWDE33MUE
Stichwort: Rettungshundestaffel

Bilder: © ASB 2019

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