Hinter der Linse: Lorenz Andreas Fischer

Titelbild:
Eine ausgewachsene Steingeiss auf dem Pilatus, Schweiz.
NIKON D500   |   16-80 mm f2.8-4.0   |   80 mm   |   f8   |   1/1.00 sek   |   ISO 320

Echte Wildnis. Die findet man in den Alpen, in Europa, auf der Welt nur noch selten. Sie aber auch noch zu fotografieren, ist ein wahrlich anspruchsvolles Unterfangen. Ohne die Komfortzone zu verlassen, ohne Geduld und Ausdauer, kommt man in der Wildnis nicht weit. Hier in den Alpen, aber auch sonst überall auf unserem wunderschönen Planeten.

Hallo Lorenz! Stell dich doch bitte unseren Lesern kurz vor. 
Ich bin 1966 in Luzern am Rand der Alpen geboren und habe dort die meiste Zeit meines Lebens verbracht. Für mich ist Luzern immer noch eine der schönsten Städte weltweit – und davon habe ich einige gesehen. Seit gut neun Jahren wohne ich in den Bündner Bergen in Savognin. Natursportarten hatten mich schon immer fasziniert. Dies hat mich zuerst zum Wildwasserfahren gebracht, wo ich zumindest in der Schweiz sportliche Akzente setzen konnte. Später sind alle Spielarten des Alpinismus‘ hinzugekommen: Felsklettern, Sommeralpinismus, Skitouren, Steilwandfahren, Eisklettern, … 

Seit über 15 Jahren arbeite ich als freischaffender Fotograf. Anfänglich habe ich oft für Bergsport-Firmen fotografiert, seit einigen Jahren hauptsächlich Natur, Landschaft, Tiere, aber immer auch noch Outdoor. Ich stehe auf fünf verschiedenen Standbeinen: Auftragsfotografie, Fotoseminare, Fotoreisen, Fineart / Wandbilder und Online-Archiv. 

Ich fotografiere in der Luft, im Wasser und natürlich an Land. Als Alpinist und Taucher kann ich fast alle erdenklichen Standorte erreichen. Wo ich selbst nicht hinkomme, da hilft die Drohne oder selten auch der Helikopter oder ein Sportflugzeug. Ich erarbeite mir meine Fotostandorte aber gerne mit eigener Muskelkraft.

Vor meiner Arbeit als Fotograf war ich als Master-Ökologe tätig und unterrichtete zwölf Jahre naturwissenschaftliche Fächer an einer Mittelschule.

Das Morgenrot spiegelt sich im Meer rund um Felszacken, Asturien, Spanien.
NIKON D850   |   70-200 mm f2.8   |   145 mm   |   f10   |   60 sek   |   ISO 25

Was war zuerst da: Die Liebe zu den Bergen oder die zur Fotografie?
Ich kann mich fast nicht mehr erinnern, was wirklich zuerst da war. Tatsache ist, dass ich erst spät, mit 20 Jahren zum Felsklettern und erst mit 27 Jahren zum Alpinismus gekommen bin. Vorher hatte mich das Kajakfahren vollkommen ausgefüllt. 

Meine erste, mehrmonatige Fotoreise hatte ich 1987 nach der Matura in den Südwesten der USA unternommen. Ich habe mir auch einen Abstecher ins Yosemite Valley zum Klettern gegönnt. Meine Basis lag im berühmten Camp 4.

Meine Kanuabenteuer hatte ich von Beginn an fotografiert. Dass später auf den Bergtouren die Kamera ebenfalls mit dabei war, ergab sich zwangsläufig. Meine Faszination für Bergsportfotografie hat aber nachgelassen. Umso mehr inspiriert mich heute die reine Wildnis. Auch wenn auf vielen Bildern eine Person in einer wilden Landschaft einen echten Gewinn bringt: Die vielen Insta-Bilder, wo jemand mehr oder weniger blöd in der Landschaft steht und die Arme in die Höhe streckt, langweilen mich zumeist.

Lavasee und Krater des aktiven Vulkans Nyiragongo während der Abenddämmerung. Virunga, Nordkivu, Kongo.
NIKON Z 7   |   14-24 mm f2.8   |   14 mm   |   f5.6   |   2 sek   |   ISO 400

Heute sind deine Fotografien vielerorts zu sehen. Über welche Veröffentlichungen, Preise und Erlebnisse hast Du dich besonders gefreut? 
Wettbewerbsgewinne bringen immer eine große Genugtuung und geben auch eine gute Einordnung. Ich hatte ein unglaubliches Jahr 2006: Ich war Gesamtsieger beim Wettbewerb „Europäischer Naturfotograf des Jahres“ und wurde außerdem mit einem anderen Bild beim weltweit wichtigsten Wettbewerb für Naturfotografie, dem „Wildlife Photographer of the Year“ ausgezeichnet. Obendrein konnte ich auch noch an zwei weiteren Wettbewerben Erfolge verbuchen.

Aber auch die monatelangen Streifzüge im Busch von Afrika für meine Bildband- und Multivisionsprojekte zusammen mit meiner Partnerin bleiben in tiefster Erinnerung. Der fast hautnahe Kontakt mit praktisch allen Raubtieren und großen Pflanzenfressern hat mich sehr geprägt. Eine wilde Löwin in gewisser Weise als „Freundin“ im gleichen Camp oder Hyänen auf Armeslänge, das erlebt man nicht alle Tage…

Weibchen des Östlichen Flachlandgorillas (Gorilla beringei graueri) mit ihrem drei Wochen alten Baby, Kahuzi-Biega Nationalpark, Süd-Kivu, Demokratische Republik Kongo.
NIKON D5   |   180-400 mm f4   |   400 mm  |  f5.6   |   1/400 sek   |   ISO 2.500

Wenn man deine Fotos anschaut, findet man auffallend viel Exotik. Was reizt dich an den fernen Ländern und was bringst Du mit ihnen in Verbindung?
Unberührte Natur und Wildnis treiben mich bei meinen freien Arbeiten oder den eigenen Projekten an. Naturgewalten faszinieren mich. Echte Wildnis findet man in Europa kaum noch. Da liegen Expeditionen nach Afrika mit seiner unfassbaren Megafauna auf der Hand. Raubkatzen haben mich nach Brasilien getrieben. Ich wollte einfach auch einmal selbst Jaguare beobachten und fotografieren. Wir hatten Glück: Gleich auf der ersten Reise konnte ich spektakuläre Jagdszenen, Mütter mit Jungen und eine Paarung fotografieren. 

Ich hatte übrigens auch mal fast ein Jahr in Ecuador gelebt, Peru, Chile und Bolivien bereist und war in der Cordillera Blanca auf 6000er gestiegen, darunter natürlich auch auf den Alpamayo. Die glühende Vergangenheit unserer Erde führte mich auf den Stromboli, zum größten Lavasee im Krater des Nyiragongo und in die Afarsenke zum Vulkan Dalol. Den feurigen Atem der Erde zu spüren ist ein Wahnsinnserlebnis. 

Und wer möchte nicht auch einmal seinen allernächsten Verwandten im Tierreich begegnen? Ich war bei Orang-Utans auf Borneo, bei Berggorillas und Schimpansen in Uganda und bei den größten Primaten, den Östlichen Flachlandgorillas im Kongo. Die Natur fasziniert mich, dort, wo sie noch wild ist, nicht nur als Fotograf.

Rabengeier im Sonnenuntergang mit Blick zur argentinischen Seite der Iguazú-Wasserfälle, Brasilien.
NIKON D500   |   200-500 mm f5.6   |   270 mm   |   f7.1   |   1/640 sek   |   ISO 180

Sehr eindrucksvoll! Du wohnst derzeit in Savognin / Graubünden. Hast Du dort Tourentipps für unsere Leser, vielleicht sogar speziell mit guten Fotospots und -motiven?
Als Pulverschneeziel kann ich den Piz Lagrev am Julierpass empfehlen. Wer dann beim Skigipfel nicht Halt macht, sondern über den Grat weiter auf den eigentlichen Gipfel steigt (einfach), wird mit einer unglaublichen Aussicht über Felszacken ins Oberengadin und Bergell belohnt. 

Am liebsten unternehme ich Rundtouren oder Überschreitungen. Wer gute Nerven hat und auch im steilen Absturzgelände sicher auf den Kanten steht, dem sei die Überschreitung des Piz Cambrena vom Berninapass aus mit anschließender Abfahrt über die N-NW-Flanke empfohlen (Achtung: Traverse bis 55°, Flanke bis 45°). 

In der Region Luzern empfehle ich meinen Hausberg, den Pilatus als Wander-, Kletter-, Aussichts- und Fotoziel. Schon fast unschlagbar ist die Stimmung bei einem Nebelmeer. Man taucht aus der Finsternis auf in Luft und Licht, mit einem großartigen Panorama in die Alpen. 

Impressionen von der Hochtour mit Aufstieg auf das Morgenhorn und Überschreitung und Abstieg via Weisse Frau an einem bewölkten Sommertag. Alpinist kurz vor dem Gipfel der Weissen Frau beim Sonnenaufgang.
NIKON D300S   |   10-24 mm f3.5 – 4.5   |   24 mm   |   f10   |   1/100 sek   |   ISO 200

Graubünden ist in höheren Lagen teilweise stark vergletschert. Ist dir dort auch die Idee zu deinem Bildband gekommen? 
Der Startschuss für die eigentliche Buchidee fiel am Rhonegletscher. Schautafeln aus einem wissenschaftlichen Projekt legen dort dar, dass selbst dieser Eisgigant in 40 Jahren geschmolzen sein wird. Sein Einzugsgebiet liegt zu tief. 

Die losen Fäden am Projekt gehen sieben Jahre zurück. Mich hatten Momente der Verwandlung, die nur ganz kurz währenden Phänomene des Übergangs fasziniert. So bin ich immer losgezogen, wenn sich Veränderung angekündigt hatte: Wechsel der Jahreszeiten, heftige Winterstürme, erste eingezuckerte Bergspitzen, vertrocknete, rostrot eingefärbte Alpwiesen im Herbst kurz vor oder mit beim ersten Schneefall, Nebel, Wind und Wetter, erster Frost, aufbrechende Bergseen im Frühling und so weiter. 

Die große Klammer um das Buch spannt der Bezug zum Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Alpen. Dies untermauern Textbeiträge von Topwissenschaftlern zu den vier wichtigsten Themenkomplexen: Naturgefahren, Gletscherschmelze, Wasser und Regen, Schnee. Die letzten zwei Jahre habe ich gezielte Fotoexpeditionen in den Alpen unternommen, um Lücken zu schließen und Fehlendes zu ergänzen. Das Buch zeigt Bilder aus dem französischen Ecrins mit dem südlichsten und westlichsten 4000er, aus der Schweiz und Italien bis hin nach Österreich aus den Hohen Tauern, rund um die höchsten Berge von Österreich mit Großglockner und Großvenediger.

Tief verschneite Berglandschaft mit runden Kuppen und den Windgällen im Hintergrund, Muotathal, Schweiz.
NIKON Z 7   |   NIKKOR Z 24-70 mm f4 S   |   42 mm   |   f8   |   1/320 sek   |   ISO 64

Wie betrifft dich der Gletscherrückgang ganz persönlich – auf dein Tourenverhalten bezogen, aber auch auf die Fotografie? 
Optisch gesehen ist der Eisrückgang zwar bereits markant, aber noch nicht dramatisch. Die Alpen sind immer noch vergletschert, die Gletscher lang. Das wird sich allerdings bald ändern. Aus fotografischer Sicht bietet die Gletscherschmelze in mancher Hinsicht interessante Möglichkeiten, vor allem wenn ich an die Schmelzwasserrinnen auf den Gletschern denke, oder an die Gänge, die das Schmelzwasser im Inneren der Gletscher ausspült. 

Auf den Touren sind die Probleme jedoch vielfältig: Weil das Eis fehlt, werden Tourenabschnitte oder Übergänge viel schwieriger bis unmöglich. Die langen, warmen Sommer lassen die Schneedecke oft bis selbst in höchsten Lagen dahinschmelzen. Im Herbst sind gigantische Spalten offen oder nur noch schwach überdeckt. Die Steinschlaggefahr ist durch das Abschmelzen des Permafrosts massiv gestiegen. Ich selbst bin im letzten Jahr nicht nur in einen Steinschlag, sondern in einen regelrechten Felssturz geraten. Glücklicherweise bot das Gelände einen sicheren Standort. Aber es ist schon gewaltig, wenn einfamilienhausgroße Brocken auf einen zurasen. Auf meiner letzten Tour am Mönch –natürlich eine Überschreitung – über den W-Grat, musste ich im Abstieg über den Normalweg zum ersten Mal abseilen. Früher war diese Felsplatte fast ganz von Eis bedeckt.

Der Wasserfall Godafoss in Eis und Schnee, Island.
NIKON D810   |   24-70 mm f2.8   |   55 mm   |   f13   |   10 sek   |   ISO 25

Du bietest auch Fotokurse und -reisen an. Auch hier findet man einen Gletscher-Fotokurs. Was genau fasziniert dich denn an der Gletscherfotografie? 
Gletscher und Eis bieten großartige Fotomotive. Vielleicht, weil Eis lebendig ist, weil es fließt, weil sich jedes Jahr wieder Neues bietet. Das bläuliche Schimmern von kompaktem Eis, die runden Formen sind schlichtweg magisch. 

Meine Fotoreisen und Fotoseminare führen in der Regel an sehr exklusive Orte fast auf der ganzen Welt, mit den besten Fotomöglichkeiten, sei es für Tiere oder eben Landschaften. Ich werde in diesem Sommer verschiedene Gruppenseminare zur Gletscherfotografie anbieten. Wenn es ab Spätherbst kalt genug ist, biete ich auch Privatseminare mit Abseilen in Gletschermühlen und unterirdische Höhlensysteme im Eis an. Zur Sicherheit ist auf den Gruppenseminaren immer ein Bergführer mit dabei. In der Regel handelt es sich um Freunde, mit denen ich selber schon viele Touren unternommen habe.

Ich mache dabei die Leute auf interessante Motive aufmerksam, zeige spannende Details und versuche im Voraus zu informieren, wie sich die Lichtstimmung über die Landschaft legen könnte. Ich führe die Gruppe natürlich zu den besten Fotostandorten und helfe bei technischen Fragen oder Problemen.

Ein Alpinist im Gang einer Gletschermühle, Schweiz.
NIKON Z 7   |   NIKKOR Z 14-30 mm f4 S   |   28 mm   |   f4   |   1/20 sek   |   ISO 1.000

Meine erste Fotoreise mit Gästen nach der langen Epidemie-Pause führt mich allerdings nach Brasilien. Hoffentlich funkt Corona nicht schon wieder dazwischen. Danach, so hoffe ich, den Reisebetrieb langsam wieder hochfahren zu können.

Kannst Du unseren Lesern einige Tipps mit auf den Weg geben, speziell was die Berg- und Gletscherfotografie angeht? 
Grundregel Nummer 1: Komm gesund zurück! Die Fotografie in den Bergen birgt theoretische Gefahren, denen man durch Vorsicht, Erfahrung und Wissen aus dem Weg gehen kann.

Ich betrete nie, wirklich nie einen Gletscher alleine, wenn er schneebedeckt ist. Auf ausgeaperten Gletschern hingegen kann ich mich sehr frei bewegen, aber es braucht schon Übung, mit den Steigeisen sicher an tiefen Spalten vorbei zu gehen.

Der obere Teil der Iguassufälle mit dem Teufelsschlund, der Garganta del Diablo, Parana, Brasilien.
NIKON D850   |   24-70 mm f2.8   |   28 mm   |   f5.6   |   10 sek   |   ISO 160

Das wichtigste ist ein guter Wind- und Kälteschutz: Mütze und Handschuhe sind prinzipiell auch im Sommer immer dabei. Auf den großen Gletschern geht in der Regel wegen der Abkühlung durch das Eis ein starker Bergwind. Daher ist Windschutz, nicht nur auf den Gletschern, zentral. Daunenjacken bieten ein optimales Packvolumen bei geringem Gewicht, haben aber auch ihren Preis. Taschenmesser und Stirnlampe, eine leichte Sturmhaube und genug Akkus sind bei mir auch immer dabei.

Für eine Planung sehr empfehlen, kann ich die Online-Karte der Schweizer Landestopografie map.geo.admin.ch. Dort kann man beispielsweise Wanderwege, Skitourenrouten, Hangneigung, Wildschutzgebiete und Drohnenflugverbotszonen einblenden lassen. Ein extrem kraftvolles Werkzeug. 

In der Fotografie gilt: Weniger ist mehr. Durch Weglassen erzeugt man aussagekräftigere Bilder. Ein Stativ ist fast immer Pflicht, weil man oft im letzten oder ersten Licht des Tages am Werk ist. Man sollte selbstkritisch an die Sache herangehen, nicht zu schnell zufrieden sein und nicht gleich beim erstbesten Standort parkieren. Um die Ecke oder weiter oben oder weiter unten bieten sich möglicherweise bessere Gelegenheiten. Oder eben auch an einem anderen Tag, wenn die Stimmung besser passt. Licht und Komposition, darum geht es in der Fotografie!

Ein Alpinist seilt in eine Gletschermühle ab, Schweiz.
NIKON Z 7   |   NIKKOR Z 14-30 f4 S   |   15 mm   |   f6.4   |   1/125 sek   |   ISO 640

Ich bin übrigens eher zurückhaltend bei der Bildbearbeitung. Grundsätzlich gilt jedoch: Digitale Bilder muss man bearbeiten. Die Aussage „Out off the box reicht“ erachte ich als prinzipiell falsch. Ich versuche einen möglichst natürlichen Bildeindruck zu erzeugen. Mit nachträglich hochgesättigten Bildern kann ich nichts anfangen. Wichtig sind für mich der Weiß- und Schwarzpunkt und ein guter Weißabgleich. Schwarzweiß-Fotografie wird für mich immer wichtiger.

Gibt es schon eine Nachfolge-Idee? Vielleicht ein weiteres Buch? 
Zwei Buchprojekte sind in der Pipeline: Erneut etwas über die Alpen und ein Zweites über Afrika. Mehr möchte ich darüber aber noch nicht verraten. 

Vielen Dank für das Interview und alles Gute!

Erster Schnee und wolkenverhangene Gipfel in den Lepontinischen Alpen mit Blick auf das Rappehorn von Aletsch aus. Valais, Schweiz.
NIKON D810   |   70-200 mm f2.8   |   135 mm   |   f8   |   1/1.250 sek   |   ISO 200

Zehn kurze Fragen:

1 Hast Du einen Lieblingsgletscher?
Der Morteratschgletscher. Ich bin von zuhause aus schon in 1.5 h auf dem Eis. Der Weg wird allerdings immer länger – der Gletscher schmilzt rasant.

2 Gibt es ein Foto-Traumziel, dass Du noch nicht besucht hast?
Zu viele. Überall dort, wo viel Wildnis ist und ich noch nicht war. Die Polarregionen locken mich sehr.

3 Was war dein wohl bisher glücklichster Fotoschnappschuss?
Ich wusste zwar, dass die Schlechtwetterfront abziehen würde, dass sich allerdings ein solches Spektakel bieten würde, konnte ich nicht planen. Ein echter Schnappschuss.

4 Welchen Gipfel hast Du zuletzt bestiegen?
Piz Salteras im Val d’Err

5 Welches Buch liest Du gerade?
7-Summits von Adrian Rohnfelder. Sehr empfehlenswert. Es geht um die Besteigung der höchsten Vulkane auf allen Kontinenten, auch dem der Antarktis.

6 Was wolltest Du als Kind werden?
Naturforscher

7 Was war deine bisher anspruchsvollste  Bergtour?
Vielleicht die Vinatzer/Messner an der Marmolada, weil ich schon vor dem Einstieg ziemlich platt von der Cassin-Route an der Großen Zinne war.

8 Dein ALPEN-Buch in drei Worten.
Alpen, Wandel, Klimawandel

9 Wie lange dauerte deine längste Fotoreise?
Neun Wochen am Stück

10 Für welches deiner Fotos hast Du den höchsten Aufwand betrieben?
Vielleicht das Hyänenbild, das am Wildlife Photographer of the Year prämiert wurde. Dieses Motiv habe ich einen Monat lang jeden Abend versucht. In die kleinen Hyänen waren wir schon bald total vernarrt.

Hyänen in der Abenddämmerung zur Blauen Stunde im westen Sambias im Liuwa Plain Nationalpark.
NIKON D3   |   70-200 mm f2.8   |   70 mm   |   f5.6   |   1/125 sek   |   ISO 800

Interview: Benni Sauer

Mehr von Lorenz im Internet unter:
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