Lechtal, Skital!

Skitourenabenteuer zwischen Reutte und dem Hochtannbergpass

Das Lechtal genießt unter Pistenskifahrern keinen sonderlich guten Ruf: Hat man erstmal Reutte hinter sich gelassen, kann man die Skigebiete der nun folgenden 50 Kilometer an einer Hand abzählen. Erst am Hochtannbergpass findet man wieder Liftanlagen. Dazwischen erstreckt sich das ruhige Lechtal, das im Winter aber deswegen keineswegs ein Schattendasein fristen muss: Wenn auch etwas versteckt, gibt es hier gleich eine ganze Menge herausragender Skitourenmöglichkeiten. Für Anfänger ebenso wie für Fortgeschrittene.

Galtjoch: Anfängerfreundliche Skitour mit Einkehrmöglichkeit
Vom Wanderparkplatz in Rinnen (1150m), nur wenige Minuten südlich von Reutte gelegen, steigt man anfangs noch durch Waldgebiet Richtung Westen in anderthalb Stunden zur Ehenbichler Alm auf 1640 Metern. Kurz nach der Almhütte eröffnet sich weitläufiges Skitouren-Gelände. Sanft ansteigend, geht es über den Osthang weitere 500 Höhenmeter hinauf, bis zum Gipfel des 2109 Meter hohen Galtjochs. Nördlich vom Galtjoch lockt noch der Südosthang des Rainbergs. Südlich stehen für Freunde steilerer Hänge auch die Steinkarspitzen bereit. Dahinter ragt mächtig die Knittelkarspitze in den Himmel. Sie ist mit 2376 Metern der höchste Gipfel der sonst recht ruhigen Liegfeistgruppe und bleibt im Winter meist unbestiegen. Nach der Abfahrt lohnt die obligatorische Einkehr in die berühmte Ehenbichler Alm.

Woleggleskarspitze: Steiler Anstieg auf einen wilden Gipfel
Die Hornbachkette gehört schon im Sommer zu den stillen und wilden Ecken zwischen den Allgäuer und Lechtaler Alpen. Im Winter sind die wenigen Hütten geschlossen und kaum jemand verirrt sich zwischen die vielen Felsgipfel, auf die ohnehin nur selten ein Weg führt. Im Frühjahr finden hier Skitourengeher bei sicheren Verhältnissen lohnende Gipfel und rasante Abfahrten. Beispielsweise bei einer Skitour auf die kecke Wollegleskarspitze. Von Häsl-gehr auf 1000 Metern steigt man anfangs noch auf breitem Fahrweg ins Haglertal und bald schon auf schmalem Pfad bis an sein Ende. Auf etwa 2100 Metern quert man nach rechts unterhalb des Sattelkars und des Woleggleskars hindurch und daraufhin hinein ins breite Gliegerkar. Linkerhand erreicht man über steiles, felsdurchsetztes Gelände den Grat zwischen der Hinteren Jungfrauspitze und der Wolleglesklarspitze. Von hier steil bergauf zum unbekreuzten Gipfel.

Fleischkopf und Schwarzer Kranz: Von Kaisers geht noch mehr!
Kaisers liegt auf 1500 Metern zwischen Almjur- und Kaisertal. Die ausgezeichnete Lage macht das Örtchen zum perfekten Ausgangsort für Skitouren in allen vier Himmelsrichtungen. Im Südosten warten Fleischkopf und Schwarzer Kranz mit steilen und baumlosen Ostabfahrten. Weiter im Inneren des Almjurtals findet man den Fallersteißkopf mit nordseitig gelegener Abfahrtsmöglichkeit. Östlich von Kaisers kann man nach bereits 700 Höhenmetern auf dem schönen Hahnleskopf stehen – wer noch nicht genug hat, zieht weiter durchs Obergriestal auf die Griestaler Spitze 2622m. Im Kaisertal lässt sich für ambitionierte Skitourengeher auch die Guflespitze als Skitourenziel realisieren. Auf ihrem Gipfel steht man den eindrucksvollen Feuer- und Wetterspitzen gegenüber. Den Parade-Skitouren der Lechtaler Alpen.

Gramais: Schönste Sackgasse mit Potential!
Die Skitouren im Lechtal sind größtenteils steil und anspruchsvoll. Wer ein Maximum an Sicherheit, aber auch nie vom richtigen Weg abkommen will, genießt den Service eines Berg- und Skiführers. Die Bergschule Lechtal mit Sitz in Gramais ist dafür der richtige Ansprechpartner: Individuell werden hier Touren an das jeweilige Können und die aktuellen Verhältnisse angepasst. Das geht von der kurzen Husky-Skitour, über Technikkurse bis hin zur fulminanten Mehrtages-Durchquerung ganzer Gebirgsgruppen.

Weitere Infos:
www.bergschule-lechtal.com
www.lechtal-alpin.at

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