Naturbiken im Allgäu und in Tirol

Unter dem Titel Naturbiken Allgäu/Tirol wurde ein 700-Kilometer-Wegenetz für Genussbiker
erschlossen. Verschiedene Routen führen durch die beiden Regionen, bei denen eines klar im
Vordergrund steht: Die Natur von ihrer schönsten Seite erleben.

Regionen wie das Allgäu und Tirol lassen sich kaum besser erkunden als auf zwei Rädern. Sie bieten leichte Wege und sanfte Berge, die sich ideal für eine Radtour eignen. Egal ob auf dem Mountainbike oder dem E-Bike, ob Sportler oder Genussbiker: Hier findet jeder seine passende Strecke.

Im Rahmen des Interreg Österreich – Bayern, einem Bundesprogramm für transnationale Zusammenarbeit, startet deshalb im Sommer 2021 ein neues Projekt: Naturbiken Allgäu/Tirol. Das Ziel: Beide Regionen zeigen sich von ihrer besten Seite und bieten Bikern die Möglichkeit, eben diese ganz neu kennenzulernen. Dafür wurde eine Strecke von insgesamt 700 Kilometern ausgebaut, neu und einheitlich beschildert und in verschiedene, miteinander vernetzte Touren aufgeteilt. Sie verlaufen größtenteils auf Forst- und Alpwegen, Singletrails sind höchstens mittelschwer, zudem spärlich gesät. 

Naturbiken Fotoshooting 2020

Die Natur hautnah erleben
„Uns geht es nicht darum, steile Rampen zu bewältigen. Oder in Rekordzeit einen Gipfel zu erstürmen“, erklärt Michael Keller, Geschäftsführer des Tourismusverbands Tannheimer Tal, welcher einer der Vertragspartner ist. „Vielmehr möchten wir unseren Gästen eine weitere Möglichkeit bieten, unser Tal mit allen Sinnen zu erleben.“ Einfach mal anzuhalten, eine Jause zu machen oder ein paar Fotos zu schießen, gehört also zum Naturbiken Allgäu/Tirol genauso dazu wie die Zeit auf dem Sattel. „Auch das Miteinander zwischen Bikern und Wanderern ist uns wichtig. Mit ein bisschen gegenseitiger Rücksicht lässt sich der Urlaub doch noch viel besser genießen.“

Die Radfahrer bewegen sich beim Naturbiken in Höhenlagen zwischen 800 und 1.500 Metern. Dabei führen viele Tourenetappen durch die saftig-grünen Täler der Regionen und hin zu Seen und Sehenswürdigkeiten. „Das ist eine perfekte Mischung aus sportlicher Aktivität und Erkundungstour. Wer es gerne schneller mag, der legt einen Zahn zu. Wir sprechen mit diesem Angebot aber ganz bewusst auch die Genussbiker unter unseren Gästen an“, sagt Michael Keller.

Naturbiken Fotoshooting 2020

Auf zwei Hauptrouten unterwegs
Das Naturbiken-Gebiet ist aufgeteilt in zwei Achsen: Auf der Hauptroute-Nord startet man im malerischen und seenreichen Ostallgäu, fährt vorbei am Forggensee und den beiden Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau, nach Füssen und bis über die Grenze nach Reutte. Eine der von dort weiterführenden Routen bringt den Genussradler bis an den Plansee, in dessen klarem Wasser er die Beine entspannt abkühlen kann. 

Die Hauptroute-Süd führt durch das Tannheimer Tal bis ins Lechtal. Ab Oberjoch geht es ostwärts. Bereits nach wenigen Kilometern befindet man sich im Tannheimer Tal. Es liegt auf 1.100 Metern und besticht durch eine einzigartige Naturkulisse. Markante Berge wie die Kellenspitze und die Rote Flüh rahmen es ein, während Naturschätze wie der Vilsalpsee im Sommer zu einem erfrischenden Bad und wunderschönen Aussichten einladen.

Am Vilsalpsee vorbei geht es weiter über den Meraner Steig und den alten Gaicht-Pass, durch die Naturparkregion Reutte und bis hin ins benachbarte Lechtal. Der Lech gilt als einer der letzten Wildflüsse Mitteleuropas und bietet eine tolle Kulisse für den letzten Tourenabschnitt. An ihm entlang führt die Strecke von Weißenbach bis zum Zielort Elmen. Insgesamt umfasst diese Route etwa 198 Kilometer und 5.200 Höhenmeter. Auf wie viele Etappen man sie fährt, ist natürlich jedem selbst überlassen. Eines sollte aber auf jeden Fall gelten: Der Spaß, sich in der Natur zu bewegen, steht im Vordergrund.

Fotos: © Allgäu GmbH | Martin Erd

Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter: naturbiken.tirol 

Tourismusverband Tannheimer Tal
Vilsalpseestraße 1
A-6675 Tannheim
Tel.: +43(0)5675 6220-0
info@tannheimertal.com

Das INTERREG-Projekt ist durch Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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