Sicherheit geht vor

Das Ski-Opening 2020

Irgendwann fällt er, der Schnee. Pistenraupen werden angeworfen, ebenso wie Schneekanonen und Lifte. Und spätestens dann ist für viele nicht Skifahren auch keine Lösung. Was also tun, um Wintersport so sicher wie möglich zu gestalten? Eine Frage, die sich die Skigebiete schon lange gestellt haben. Und nun liegen die Antworten auf dem Tisch: Sicherheit wird im Winter 20/21 weniger mit Skihelm und Z-Wert zu tun haben als mit Abstand, ausgedehnten Öffnungszeiten und ohnehin nützlichen Online-Möglichkeiten.

Vieles wird also anders sein als sonst. Am deutlichsten wird das wohl nicht auf, sondern neben den Pisten spürbar sein. Après-Ski wird es nicht geben, ebenso wenig wie vollgestopfte Hütten und lange Schlangen in den Restaurants. Stattdessen wird die Maskenpflicht das Bild der Wintersaison bestimmen. In einigen Skigebieten wie Ischgl, Axamer Lizum, Warth-Schröcken oder Schladming-Dachstein in der Steiermark bekommen die Wintersportler Schlauchtücher mit dem Kauf eines Skipasses sogar geschenkt. Das wird die Sicherheit im Skigebiet erhöhen, aber erst gemeinsam mit weiteren Vorkehrungen den Wintersport vertretbar machen. Denn kaum einen Skifahrer oder Snowboarder wird sich dieses Jahr davon abhalten lassen, über die Pisten zu schwingen.

Viele Menschen hoffen noch immer auf einen erfolgreichen Winterurlaub, weswegen die Gemeinden und Skigebiete derzeit viele Möglichkeiten, Sicherheitskonzepte und Möglichkeiten präsentieren. Schneller auf die Piste kommt man dieses Jahr beispielsweise mit Online-Tickets. Einmal im Internet bestellt, können die Karten an Automaten oder in Hotels abgeholt werden. Das reduziert nicht nur die theoretische Infektionsmöglichkeit in Menschenmenge vor der Kasse, sondern spart auch noch Zeit und Nerven. Sicherer und schneller auf die Piste: Was will man mehr?

Die Abstandsregeln sind überall einzuhalten. Auch in Bussen und Seilbahnen. Jeder Wintersportler weiß, dass gerade dort jeder wertvolle Zentimeter ausgenutzt wird. Aber auch das wird dieses Jahr anders ablaufen: Entzerrung ist hier das Zauberwort. Ob das umsetzbar ist? Auch hier bieten die Skigebiete Lösungen an, wie zum Beispiel die Tiroler Zugspitz Arena und die steirische Tourismusregion Schladming-Dachstein. Sie haben sogar ihre Skibus-Flotte aufgerüstet, um die Abstandsregeln einzuhalten und trotzdem alle Gäste schnell an ihr Ziel zu bringen. Grundsätzlich überall werden die Verkehrsmittel mit modernen Technologien desinfiziert und gesäubert. In Serfaus-Fiss-Ladis übernehmen das sogenannte Kaltverneblungsgeräte, die mit einem Tröpfchennebel etwa 99,9 Prozent der Viren eliminieren und so Gondeln, Skibusse und die U-Bahn Serfaus reinigen. So desinfiziert auch Ischgl seine Lifte, Busse und viele öffentliche Einrichtungen wie Toiletten, Erste-Hilfe-Stationen, Sportshops und Skidepots. Dort betonen die Verantwortlichen, dass der Wirkstoff biologisch, ungiftig, ph-neutral sowie haut- und augenfreundlich ist.

Und wie sieht´s in den Liften und Gondeln aus? Hier punkten vor allem Skigebiete, die in den letzten Jahren in ihre Seilbahnen investiert haben. Der brandneue 6er-Gaiskogel-Sesselift im Kühtai beispielsweise. Oder die neue 8er-Sesselbahn auf der Fisser Nordseite im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis. Diese Seilbahnen bringen dieses Jahr vielleicht nicht mehr Menschen den Berg hinauf, dafür aber mit mehr Sicherheit. Genau das bieten aber nicht nur die Skigebietsriesen mit ihren Großraumgondeln. Laut Virologen gelten auch Sessellifte als unbedenklich. Ein großes Plus, beispielsweiße für Warth-Schröcken am Arlberg, denn dort transportieren im Skigebiet fast ausschließlich Sessellifte die Wintersportler den Berg hinauf. Non-stop an der frischen Luft, mit viel Abstand. Und mancherorts sogar mit mehr Zeit fürs gleiche Geld: Die Tiroler Zugspitz Arena setzt auf neue Liftfahrzeiten und lässt Seilbahnen in Ehrwald, Lermoos und Biberwier bereits ab 8 Uhr, in Berwang und Bichlbach ab 8.30 Uhr fahren. Auch die dortigen Skischulen, Skiverleihe und Skidepots verlegen ihre Öffnungszeiten vor.

Ähnliche Reaktionen kommen auch aus der Gastronomie. Mit früheren Liftzeiten werden auch frühere Stoßzeiten in den Restaurants erwartet. An der Zugspitze wird deswegen schon ab 11 Uhr das Mittagessen angeboten. Speisekarten sind vielerorts per QR-Code abrufbar. Etwas gewöhnungsbedürftig: Eine Reservierung wird überall empfohlen. Dann aber ist das Mittagessen ohne Warteschlange und Gedrängel nicht nur sicherer, sondern auch angenehmer für alle. Einzig Freunde des Après-Ski werden vom Ski-Opening 2020 wohl enttäuscht sein: Laute Musik und volle Schirmbars wird man nirgends finden. Dagegen wird vielerorts auf gedämpfte Musik gesetzt. Serfaus-Fiss-Ladis schließt die Bars nicht, sondern baut sie kurzerhand um. Dort werden Kuchen und Heißgetränke angeboten. Das dürfte nicht nur die Infektionszahlen im Zaum halten, sondern auch den Spaß auf der Piste maximieren. Denn wie wir ja jetzt wissen: Die ersten Lifte fahren früh!

Besondere Schmankerl und Termine zum Winterstart:

27.11. bis 18.12.2020: Ski-Free Kühtai – kostenloser Pistenspaß für Saisonstarter
In den SKI-FREE-Wochen zwischen dem 27.11. und 18.12.2020 ist in Kühtai der Skipass für den gesamten Aufenthalt (ab drei Nächten) im Übernachtungspreis inkludiert (Info: www.kuehtai.info/winter/kuehtai/angebote-pauschalen/ski-free.html). 

Der Start in Ischgl ist noch offen. Galtür allerdings startet am 5. Dezember in die Wintersaison 20/21, Kappl & See folgen am 18. Dezember 2020 nach.
Achtung: Das Top-of-the-Mountain Konzert 2020 findet nicht statt. (Info: www.ischgl.com/de

4. bis 8. Dezember: Die Steiermark startet den nordischen Winter
Das Nordic Winter Opening in Ramsau am Dachstein findet in diesem Jahr etwas anders statt – „mitAbstanddasBesteerleben“ ist das Motto für den Winterstart mit Schneegarantie. Neben Gewinnspielen im Vorfeld und vor Ort gibt es ein vielfältiges Angebot rund um den Nordischen Langlaufsport. (Info: https://www.schladming-dachstein.at/de/Ramsau-am-Dachstein/mitAbstanddasBesteerleben)

Ski Opening Schladming-Dachstein in der Steiermark 
Das Ski Opening mit Konzert wurde abgesagt. Sobald es die Schneelage erlaubt, öffnen die Skigebiete den Betrieb. (Info: https://www.schladming-dachstein.at/de/Winter/Skiberge/Bergbahn-Planai

3. Dezember: Der Winter in Serfaus-Fiss-Ladis lässt keine Wünsche offen
Das schneesichere Familienskigebiet am Fuße der Samnaungruppe ist wie geschaffen für Familien, Aktive und Genießer. (Info: www.serfaus-fiss-ladis.at/de/Live/Aktuelle-Informationen-Winter

4. Dezember: Warth-Schröcken öffnet seine Türen für die Winterurlauber
Die Run of Fame gehört zu den spektakulärsten Skirunden der Alpen
(Info: https://www.warth-schroecken.at/de/winter/winterurlaub-in-warth-schroecken.html

20 Dezember: In der Olympiaregion Seefeld sind die Loipen gespurt
Die Olympiaregion Seefeld lockt nicht nur mit rund 245 Kilometern Loipen, sondern auch mit Europas modernster Biathlonanlage. (Info: www.seefeld.com/winter)

5. bis 12. Dezember: Die Skigebiete in Osttirol nehmen ihren Betrieb auf. 
Im Familienskigebiet Kals-Matrei am Großglockner fahren Kinder unter sechs Jahren gratis, Schulkinder und Teens bis 18 Jahren erhalten 50 Prozent Ermäßigung. (Info: https://www.gg-resort.at/de/winter)

18. Dezember 2020: Die Tiroler Zugspitz Arena startet in die Saison 
Die Top Snow Card ist ideal für alle, die mit einem einzigen Ticket neben der Tiroler auch die deutsche Seite der Zugspitze aktiv entdecken möchten (Info: www.zugspitzarena.com/de/Winter-Erlebnis/Top-Snow-Card)

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