Über alle Berge: Vom Achensee ins Zillertal

Uns steht eine Zeitreise bevor – nicht besonders lang, dafür aber umso eindrücklicher. Vom Achensee bis in den hintersten Winkel des Zillertals sind es zwar nur 60 Kilometer, die aber sind so abwechslungsreich, dass man sich dafür besser gleich mehrere Tage Zeit lassen sollte. (Titelfoto: © Zillertaltourismus | Christoph Johann)

Einen Tag, um die wunderschönen Aussichtspunkte westlich des Sees mit dem E-Bike zu erkunden. Einen Tag, um auf der gegenüberliegenden Seite des Achensees das gut erschlossene Rofangebirge zu erkunden. Einen Sommertag, um das kühle Nass im Tal zu genießen. Einen Tag, um das Inntal zu überqueren und um wenig später im Zillertaler Taleingang eine wunderbare Bike & Hike-Tour zu unternehmen. Einen weiteren Tag um die Menschen der Region kennenzulernen. Und natürlich auch noch einen Tag, um aus dem Sommer im Tal, in den Winter auf dem Tuxer Gletscher zu gelangen. Denn hier oben fährt man Ski – das ganze Jahr über. Wer der ganzen Geschichte dann noch die Krone aufsetzen möchte, der unternimmt etwas für die Sommermonate wohl einmaliges: Die Besteigung des Olperers, quasi als Ski & Climb-Unternehmung.

Auf der Route vom Achensee ins Zillertal werden wir gleich eine ganze Reihe eindrucksvoller Höhepunkte erleben. Wir werden wunderschöne Ausblicke erhaschen. Am ersten Tag präsentiert sich uns ein türkis-grün schillernder See, der fast schon an die Karibik erinnert. Es gibt kaum einen Gipfel der Region, von dem man dieses Juwel nicht bewundern kann. Drüben im Zillertal lernen wir dann Peter Habeler kennen, der 1978 weltweites Aufsehen erregte, als er gemeinsam mit Reinhold Messner den Everest ohne künstlichen Sauerstoff bestieg. Am Hintertuxer Gletscher knacken wir dann die 3000 Meter-Marke und schnuppern in die dünne Luft der Zillertaler Hochalpen. Wir fahren Ski – mitten im Sommer. Und besteigen einen der eigenständigsten Berge der Ostalpen. Ein wahrhaftig würdiges Finale einer facettenreichen und kurzweiligen Reise durch Tirol.
Autor: Benni Sauer

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