VÖLKL: last but not least!

Der bayerische Skihersteller VÖLKL ist der letzte seiner Art. Kein anderer großer Skiproduzent kann heute noch „made in Germany“ auf seine Bretter schreiben. Ein Vorteil, sogar gleich im doppelten Sinne: VÖLKL punktet so nicht nur im Inland als regionaler Hersteller, sondern auch überall sonst! Denn auch wenn man in Amerika oder Asien nicht genau weiß, wie man nun VÖLKL aussprechen soll, „made in Germany“ kennt jeder und wird sofort mit Produkten höchster Qualität verbunden. Völlig zurecht übrigens: Nicht umsonst konnte sich VÖLKL in den letzten beinahe einhundert Jahren durchsetzen. In Deutschland ist der Ski-Profi aus Straubing nach wie vor „last but not least“ am Markt. Weltweit rangiert er auf Platz vier und im Premiumbereich sogar auf Platz eins.

Völkl gehört heute zu MDV Sports, dem Markenverbund der Firmen Marker, Dalbello und Völkl – „Three Brands: One Spirit“.  Alle drei Firmen können auf eine lange Tradition zurückblicken und produzieren in Deutschland beziehungsweise in Europa: Völkl seit 1923, Marker seit 1952, Dalbello seit 1947.  Georg Völkl, der Großvater des Völkl-Gründers Franz, war dabei schon vor 1900 in Straubing als Wagenbauer ansässig. Erst 1923 wurde unter dem Namen Vöstra mit dem Thema Ski gestartet, kurz darauf dann die Firma in Völkl umbenannt. Es folgte eine großartige Erfolgsgeschichte, die mit einer Vielzahl innovativer Meilensteine glänzt, wie zum Beispiel dem Zebra Ski, der 1967 auf den Markt kam. Ein völlig neues, revolutionäres Ski-Design. Die Branche reagierte mit Spott, doch der Zebra Ski wurde zum Welterfolg!

Drei Jahre später engagiert sich VÖLKL erstmals im Ski-Rennsport, der sich zu einer wichtigen Triebfeder für neue Innovationen entwickelte. Bis heute ist VÖLKL mit einer Vielzahl an Titeln und Edelmetallen ausgezeichnet worden. 1973 erschien der Renntiger, ein echter Klassiker unter den Race-Carvern, der heute natürlich nicht mehr Renntiger, sondern Racetiger genannt wird. Ein Kult-Ski ist er dennoch geblieben. 

1999 stand VÖLKL wieder einmal im Rampenlicht der Ski-Szene, nämlich als der V-Ski das Licht der Welt erblickte. Ein Jahr später das Motion System. 2007 das Power Switch. 2017 die 3D.Glass Technologie, eine neuartige Bauweise, die einmal mehr eine Verbesserung der Fahreigenschaften und Fahrstabilität insbesondere in schwierigen Schneebedingungen mitbrachte. 2018 erschien Titanal, eine Hightech-Aluminiumlegierung. Mittlerweile zeigt VÖLKL mit der V.WERKS High Tech-Linie eindrucksvoll was möglich ist: Noch mehr Leistung bei noch weniger Gewicht!

Jährlich produziert Völkl um die 400.000 Ski – allesamt im Stammwerk in Straubing. Das Werk ist eine der modernsten Skifabriken der Welt und steht für beste deutsche Technologie und Qualität. Pro Jahr werden rund 2.000 Prototypen von Hand gefertigt, on Snow getestet und optimiert bis eine Skikollektion serienreif ist. Für die Herstellung eines Skis sind insgesamt ungefähr 125 Arbeitsschritte notwendig – einige davon werden von Maschinen und Robotern durchgeführt, doch zahlreiche andere erfordern noch immer handwerkliches Geschick und menschliche Sinne, wie zum Beispiel das Erfühlen der präzisen Verarbeitung des Skis. So ist Straubing nicht nur Geburtsort der erfolgreichsten Deutschen Skibauer, sondern auch bis heute Hauptspielplatz der Geschichte geblieben. 

„Made in Germany“ ist dabei immer eines der wichtigsten Kriterien im Hause VÖLKL. Die Ski werden ausschließlich in Deutschland produziert und auch bei der Rohstofferschließung stammen 100 Prozent der verwendeten Materialien aus Europa. So wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt, auch indem beispielsweise das für die Skiherstellung verwendete Holz ausschließlich aus FSC- und PEF-zertifizierten, nachwachsenden Beständen bezogen wird. Denn als letzter großer verbliebener Hersteller im Land, ist man sich der Verantwortung durchaus bewusst – erst recht in einer Branche, die wie kaum eine andere auf ihre Umwelt angewiesen ist! Beginnend bei der Rohstofferschließung über die Produktion bis hin zur Nutzung der Produkte und der Entsorgung – VÖLKLS Nachhaltigkeitsbemühungen ziehen sich durch den gesamten Lebenszyklus der Produkte. Das beginnt schon vor der eigentlichen Herstellung: Schon im ersten Schritt des Skilebens – bei der Rohstofferschließung und -aufbereitung – wird Acht auf die Umwelt gegeben. Dabei zählt man auf Kooperationen mit handverlesenen, lokalen Partnern.

Dario Suppan Photography

Für den Transport der einzelnen Produktionsrohstoffe wird dann auf Pendelverpackungen aus Holz und ohne Folienummantelung zurückgegriffen – diese sind wiederverwendbar und nachhaltig. Der Standort Straubing sorgt dabei ohnehin schon für kurze Transportwege und ermöglicht damit einhergehend eine Reduktion des Schadstoffausstoßes.

Die energiezertifizierte Fabrik selbst arbeitet ganz im Sinne einer sauberen Produktion. Die Verwendung von Gift- und Schadstoffen konnte in den letzten Jahren drastisch reduziert und in vielen Schritten sogar gänzlich eliminiert werden – so ist beispielsweise der Schadstoff DCM (Dichlormethan) nicht mehr im Produktionsprozess enthalten. Durch ein Umlaufprinzip beim Schleifwasser konnte auch der Wasserverbrauch um knapp 50 Prozent reduziert werden. Generell spielt bei VÖLKL die Verwendung recycelter Materialien, beispielsweise im Bereich der Stahlkanten oder auch der Beläge, eine wichtige Rolle. Bis zu 28% eines Skis werden inzwischen aus recycelten oder nachhaltig produzierten Materialien gestellt.

Der Lebenszyklus eines Skis endet meistens mit der Entsorgung. Aber auch hier greift die nachhaltige Einstellung von VÖLKL: Durch das ergänzende Angebot eines Reklamations- und Reparaturservice in Straubing, kann durch den Austausch von Einzelteilen oft die Lebensdauer enorm erhöht werden. Der Materialverbrauch sinkt dadurch deutlich. Muss ein Ski doch einmal entsorgt werden, arbeiten die Skiproduzenten eng mit regionalen, zertifizierten Entsorgern zusammen und legen großen Wert auf die weitestgehende Wiederverwendung und das Recyclen von Einzelteilen wie Aluminiumspänen, Stahl, Papier oder Holz.

TAILORED TECHNOLOGIES
BY VÖLKL

Ein Stickverfahren für mehr Präzision

Anstelle des Dämpfungssystems UVO 3D setzt Völkl bei den Racetiger Master-Modellen im Schaufelberich das hochmoderne Fertigungsverfahren Tailored Fibre Placement (kurz: TFP) ein. Dieses Verfahren, das im Skibau exklusiv bei Völkl zur Anwendung kommt, steuert die Torsionssteifigkeit für z.B. die Modelle Racetiger GS und SL Master im Schaufelbereich und überträgt die Kraft präzise in die Zonen mit der höchsten Belastung.

Für die maßgeschneiderten Einleger werden die Karbonfasern per Stickverfahren so arrangiert, dass die Ausrichtung und Stärke der Fasern optimal an die Anforderungen im jeweiligen Bereich angepasst werden. Das Ergebnis ist eine direkte, präzise und zuverlässige Spitze sowie eine lebendigere Drehung mit weniger Kraftaufwand. Mit TFP ist der bayerische Skihersteller der erste, der den Ski auf diese Art und Weise sehr spezifisch auf die Anforderungen der jeweiligen Zielgruppe ausrichtet.

Mehr Informationen unter:
www.voelkl.com/de/tailored-technologies

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